Empfehlen | Drucken | Kontakt27.12.2011 - 22:31 Uhr

Marc-André ter Stegen: Das verrückte Jahr des Gladbacher Mini-Titans

Von ACHIM MÜLLER
Lukas Podolski kann ter Stegen nicht überwinden.
Lukas Podolski kann ter Stegen nicht überwinden.
Foto: dapd
Mönchengladbach –  

Marc-André ter Stegen (19) gehört zu den Helden des Borussia-Aufschwungs. Kaum zu glauben, dass der Super-Bubi noch vor neun Monaten Reserve-Keeper in der vierten Liga gewesen ist.

Bis Coach Lucien Favre das riesige Talent des U17-Europameisters von 2009 erkennt – und ihn am 10. April vor dem Duell gegen den Erzrivalen Köln zur neuen Nummer 1 macht.

„Das ist mir im Kopf hängengeblieben“, sagt ter Stegen, „das war natürlich ein Traum für mich als gebürtigen Gladbacher, dass ich bei meiner Bundesliga-Premiere ein 5:1 im Derby feiern konnte.“

In den folgenden Monaten legt Marc einen irren und atemberaubenden Karriere-Sprung hin. Er ist einer der Protagonisten beim Wunder Klassenerhalt. Mit ihm im Kasten springen die Fohlen unter die Top fünf der Liga, sind in 14 Heimspielen ungeschlagen, kassieren nur elf Hinrunden-Gegentreffer – Vereinsrekord.

„Er ist als Eigengewächs schon jetzt eine Identifikationsfigur für unsere Fans“, sagt Sportdirektor Max Eberl. Bundestrainer Joachim Löw hat ter Stegen längst beobachtet.

Bayern-Coach Jupp Heynckes sieht Marc bald Manuel Neuer als Nummer zwei in Deutschland im Nacken sitzen. Ter Stegen selbst bleibt vollkommen geerdet. „Ich weiß, dass ich jede Woche meine Leistung bringen und immer wieder aufs Neue bestätigen muss. Das ist mein Ziel.“

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