Empfehlen | Drucken | Kontakt27.04.2011 - 21:02 Uhr

Stefan Effenberg: Macht er aus Fohlen Tiger?

Von AXEL STRÖTKER
Stefan Effenberg will Gladbach helfen.
Stefan Effenberg will Gladbach helfen.
Foto: Ovelgönne
Mönchengladbach –  

Vorsicht, Explosionsgefahr im Borussia-Park! Im Kampf um die Macht sorgt die Initiative Borussia um Millionär Norbert Kox für ordentlich Zündstoff:

Effe will Cheffe werden, die erforderliche Mitglieder-Mehrheit am 29. Mai für sich gewinnen und König Rolf I. vom Thron schubsen.

Pulverfass Gladbach. Spätestens im Sommer soll Borussias Big-Boss Stefan Effenberg (Sportdirektor und Vorsitzender der Geschäftsführung) heißen. Werden die Fohlen dann zu Tigern? Effenberg: „Es wird mit Sicherheit gravierende Veränderungen geben.“

EXPRESS verrät, welche: Das amtierende Präsidium mit Präsident Rolf Königs, Rainer Bonhof und Siegfried Söllner soll komplett entmachtet werden und den Hut nehmen. Ebenso Sportdirektor Max Eberl. Um seinen Job muss als enger Königs-Vertrauter auch Geschäftsführer Stephan Schippers fürchten. Zwei neue Geschäftsführer sollen kommen.

Super-Talent ter Stegen und Stars wie Dante, Reus, Stranzl erhalten selbst bei Millionen-Offerten keine Freigabe, müssen bei Abstieg helfen, den Karren sofort wieder aus dem Dreck zu ziehen. Klar ist auch, dass Effenberg seinen eigenen Stab für die Geschäftsstelle mitbringt.

Kox: „Stefan Effenberg ist eine natürliche Führungskraft. Zu seinen Aufgaben gehört auch PR und Sponsoring. Das gehört in den Bereich des hoffentlich zukünftigen Sportdirektors. Er ist das Gesicht des Vereins, der die Sprache des Vereins spricht und vor allen Dingen die Sponsoren anspricht.“

Effenberg will auch die Jugendarbeit mehr „fördern und fordern“. Der Tiger: „Ich kann da nicht ins Detail gehen. Wenn ich bei jedem Thema ins Detail gehe, setzen die das nachher um und werden Deutscher Meister.“ Der Fall Yunus Malli (U17-Europameister mit ter Stegen, wechselt ablösefrei nach Mainz) dürfe sich nicht wiederholen.

Unter Effe sollen ruhig auch mal Bayern-Talente ausgeliehen werden und nicht wie jüngst Breno, Ekici (Nürnberg) oder Kroos (Leverkusen) bei anderen Klubs landen. Bekommt Effenberg für die Satzungsänderungen am 29. Mai die Mehrheit, steigt drei Wochen später eine außerordentliche Hauptversammlung, auf der Aufsichtsrat und Präsidium neu gewählt werden. Es wäre das Ende des König(s)reich…

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