Das langgezogene „Ruuuuuuull“ ist längst Kult. Bei jeder gelungenen Aktion wird Roel Brouwers von den VfL-Fans gefeiert. Und der Holländer dankt es ihnen mit ehrlicher Maloche.
Wie jüngst beim 0:0 gegen Europa-League-Champion FC Porto. Da durfte Brouwers die letzten 20 Minuten ran – und ließ hinten nichts anbrennen. Zwar haben bei Coach Lucien Favre derzeit Dante und Stranzl die Nase vorn, doch Brouwers macht den beiden Dampf. „Natürlich versuche ich Druck zu machen. Ich will spielen, das muss das Ziel sein“, lautet die Kampfansage des 29-Jährigen.
Darauf zu hoffen, dass Konkurrent Dante doch noch für eine Millionen-Ablöse die Mücke macht und so der Weg in die Startelf frei wird, ist nicht Roels Art: „Ich hoffe, dass er bleibt, denn er ist ein guter Spieler.“ Was Brouwers alles drauf hat, hat er in der vorletzten Saison gezeigt. Da spielte er bärenstark, kam als stürmender Innenverteidiger sogar auf acht Buden.
„Doch so ein Pech und so viele Verletzungen wie letztes Jahr hatte ich noch nie“, so Roel. Tragischer Höhepunkt: Im Dezember 2010, beim 0:3 in Freiburg, musste er mit Gehirnerschütterung, Außenband- und Kapselriss vom Platz.
Brouwers hatte sich damals gerade erst nach einem Muskelfaserriss und Meniskusschaden wieder herangekämpft. Immerhin meldete er sich pünktlich zum Rettungsfinale mit Top-Leistungen wie gegen Meister Dortmund zurück: „Ich habe in der wichtigen Phase gezeigt, dass ich es kann.“
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