Dieser Beitrag dürfte die Fans von Borussia Mönchengladbach besonders interessieren: Das WDR-Magazin „Sport Inside“ beschäftigt sich heute (ab 22.45 Uhr) mit der Zukunft der Gladbacher Führungsetage.
Dabei wird vor allem eines klar: Der umstrittene Präsident Rolf Königs denkt nicht einmal ansatzweise an einen Rücktritt. „Ich bin bis 2013 gewählt und der Königs bleibt auch bis 2013 und wenn nichts dazwischen kommt, habe ich auch vor, noch länger zu bleiben. Auch im Fall des Abstiegs bleibe ich selbstverständlich im Amt, da ich Verantwortung übernommen habe und zu der Sache stehe“, sagt Königs in dem Bericht.
Angesichts dieser Aussage lohnt sich eine Rückblende: Auf der Mitgliederversammlung im Juni 2009 hatte Königs noch versprochen, dass er sich am sportlichen Erfolg messen lassen werde – davon will der Präsident im April 2011 aber anscheinend nichts mehr wissen!
„Wir haben, seitdem ich im Amt bin, sehr viel geschafft. Zum einen haben wir es geschafft, den Verein wirtschaftlich zu gesunden. Unsere Infrastruktur ist fantastisch, im Prinzip ist das Stadion der Star. Nun müssen wir sehen, dass wir wieder mehr Stabilität da reinkriegen, dass das mehr Spaß macht, auch den Fans“, so Königs weiter. „Wenn wir heute auf dem 18. Platz stehen ist das eine Katastrophe und wenn die dann anfangen zu kritisieren und zu motzen, dann verstehen wir das sehr gut.“
Bei der Jahreshauptversammlung am 29. Mai will eine Initiative aus Unternehmern und Wirtschaftsvertretern nun eine Satzungsänderung durchsetzen, nach der Königs abgewählt werden könnte.
Königs ist seit 2004 im Amt, zuvor war er fünf Jahre lang Vizepräsident des Clubs. In dieser Zeit wurden vier Sportdirektoren und elf Trainer verpflichtet. Nicht immer zum Wohle des Vereins, wie Königs einräumt.
„Nachher ist man immer schlauer, es war nicht immer alles perfekt, wenn ich langfristig zurückschaue, mit einigen Personen, aber das haben wir immer sehr schnell korrigiert. Aber seit 2007 setzen wir voll auf Kontinuität und Stabilität und die Garanten dafür sind Max Eberl und Rainer Bonhof und jetzt auch Lucien Favre“, so Königs.
Vizepräsident Rainer Bonhof will offenbar ebenfalls weitermachen: „Ich habe noch nie an Rücktritt gedacht. Ich habe so viele Spiele verloren, aber ich bin auch immer wieder aufgestanden, also warum soll ich da in unserer Situation, die sicherlich schwierig ist, zurücktreten. Jetzt heißt es, zusammen die Dinge in eine positive Richtung zu pushen“, sagt Bonhof.
Und auch Sportdirektor Max Eberl sieht keinen Grund, das Handtuch zu werfen. „Ich laufe nicht weg. Wir haben was angefangen hier, wir haben die Jugendakademie entwickelt, wir haben in den letzten zwei Jahren was auf den Weg gebracht und da sind schon viele Dinge, die richtig gut funktioniert haben“, so Eberl.
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