Empfehlen | Drucken | Kontakt06.04.2011 - 10:25 Uhr

Die Fohlen zittern schon: Knipst Poldi das Licht im Borussia-Park aus?

Von AXEL STRÖTKER und ACHIM MÜLLER
Lukas Podolski: Vor ihm zittert Erzrivale Borussia.
Lukas Podolski: Vor ihm zittert Erzrivale Borussia.
Foto: Getty Images
Mönchengladbach –  

Es ist der schlimmste Albtraum, die Horror-Vision eines jeden Gladbach-Fans: Der Erzrivale 1. FC Köln kommt am Sonntag zum Jubiläumsspiel (100. Partie im Borussia-Park) und Lukas Podolski ballert die Laternen-Fohlen im eigenen Stadion endgültig abwärts in Liga zwei.

Diese Demütigung wollen die Schlusslichter den eigenen Fans unbedingt ersparen. „Es kommt unser großer Rivale, da müssen wir Punkte holen. Gegen Köln können wir unserem Ärger Luft machen“, kündigt Mo Idrissou an. Der Stürmer weiter: „Wir haben in Köln 4:0 gewonnen und deshalb gibt es keinen Grund, zuhause Punkte liegen zu lassen. Jeder muss sich an seine Nase fassen und klar machen, dass wir etwas holen wollen.“

Die Absturz-Borussen brauchen den Derby-Dreier unbedingt, sonst hat sich die Strohhalm-Formel 4 Siege aus 6 Spielen und die Hoffnung auf die Relegation erledigt.

Allerdings ist der VfL alles andere als eine Macht im eigenen Haus: In der aktuellen Katastrophen-Saison gelangen nur zwei Siege im Pleiten-Park, als Festung ist die Arena (37 Siege, 31 Remis, 31 Schlappen) ein Flop. Aber: Köln hat erst neunmal in Gladbach gewonnen, zuletzt jubelte der „Effzeh“ am 4. Oktober 2008 beim 2:1.

Gelingt erneut so ein Streich beim Angstgegner Borussia, schubsen die Kölner den Erzrivalen auch in der ewigen Bundesliga-Tabelle bald von Platz 6 (noch 17 Punkte Rückstand). Es steht für Borussia alles auf dem Spiel.

Dienstag im Training ging es entsprechend zur Sache! Lucien Favre faltete seine Spieler gehörig zusammen, packte eine Taktik-Tafel aus und erklärte minutenlang auf dem Platz, was besser laufen muss. Mo Idrissou, der wegen muskulärer Probleme nur lief: „Jeder Spieler muss mehr Charakter zeigen und dem FC , wer Herr im Hause ist. Wir müssen 120 Prozent geben. Ist jeder dazu bereit, behalten wir diese drei Punkte hier.“

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