Empfehlen | Drucken | Kontakt24.10.2011 - 12:36 Uhr

Keine Durchschlagskraft: Fohlen in der Chancen-Falle

Von AXEL STRÖTKER
Lucien Favres Joker Joshua King (hier gegen Beck) mit den Fohlen im Sturzflug.
Lucien Favres Joker Joshua King (hier gegen Beck) mit den Fohlen im Sturzflug.
Foto: dapd
Mönchengladbach –  

Nix Caramba ohne de Camargo. Statt Zauberfußball herrscht Auswärts-Flaute bei den Fohlen, die den verletzten Torjäger (traf jeweils zu den 1:0-Coups beim FC Bayern und in Hamburg) schmerzlich vermissen.

Igors Ausfall ist schlimm, weil ein Teilabriss des Innenbandes im Knie immer dauert. Bis wann, kann ich nicht definitiv sagen“, sagt Trainer Lucien Favre.

Außer de Camargo knipst auswärts in dieser Saison kein Gladbacher. Ein Tor reichte Schalke, Freiburg und jetzt auch Hoffenheim, um Borussia zu bezwingen.

Die so super gestarteten Fohlen stürzen in der Tabelle von Platz zwei auf sieben. Wenn es um die Chancenverwertung geht, sind sie sogar Schlusslicht.

„Hoffenheim hatte nur zwei Möglichkeiten - sie machen eine“, ärgert sich Favre über den Abstauber von Vedad Ibisevic. „Wir hatten nur eine durch Patrick Herrmann.“ Der verlängerte mit dem Oberschenkel Oscar Wendts Flanke - kein Problem für TSG-Ersatzkeeper Daniel Haas.

„Wir hatten keinen Schuss aufs Tor, sind mit dem Ball im Mittelfeld nicht durchgekommen. Wir haben zu viele Fehler gemacht und es nie geschafft, unser Kombinationsspiel aufzuziehen“, moniert Manager Max Eberl.

„Wir haben zu langsam gespielt und müssen mehr nach vorne laufen. Dafür braucht man Schnelligkeit“, ergänzt Favre. Doch Dribbler Marco Reus fehlte als hängende Spitze die Durchschlagskraft.

„Wir hatten keine Power nach vorne und sind sehr enttäuscht, weil wir in der Tabelle länger oben bleiben wollten“, gesteht Sturmpartner Mike Hanke. „Aber wir wussten auch, dass wir keinen Durchmarsch machen und Deutscher Meister oder Vize werden.“

Eberl: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wir sind weiß Gott keine Bayern-Jäger und wussten, dass Rückschläge kommen. Aber jede Niederlage tut weh und da muss man die Lehren draus ziehen.“

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