Er ist einer der Bosse bei Borussia. Auf dem Platz. In der Kabine. Die jungen Wilden im Team schauen zu ihm auf. Bei den Fans hat er wegen seiner Leistungen einen enormen Stellenwert.
Kurzum: Martin Stranzl (32) zählt im Kollektiv von Cheftrainer Lucien Favre zu den tragenden Säulen.
Und diese Säule denkt inzwischen laut über das Karriere-Ende nach. Stranzls Plan: Mit Gladbach zur Krönung noch einmal in die Gruppenphase Champions League einziehen. Dazu in der neuen Bundesliga-Saison den Höhenflug bestätigen.
Dann, wenn im Sommer 2013 der Vertrag ausläuft, ab nach Hause. Nach Österreich. Zurück in seinen Heimatort Güssing. Schluss mit dem Profi-Leben – der Familie wegen.
Stranzl: „Stand der Dinge ist, dass wir im nächsten Sommer nach Hause gehen.“ Der Innenverteidiger weiter: „Ich bin jetzt 17 Jahre von zu Hause weg. Und zu Hause ist nun mal zu Hause – auch wenn man sich woanders sehr wohlfühlt. Der Kleine kommt nächstes Jahr in die Schule – und irgendwann will die Familie zurück in die Heimat. Bislang haben meine Frau und die Kinder immer die zweite Geige gespielt. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du sagst: Jetzt zählt nur noch die Familie.“
München 60, Stuttgart, Spartak Moskau und nun Borussia. Endet Martins Karriere in Gladbach wirklich schon nächstes Jahr? Manager Max Eberl hat die Hoffnung noch nicht aufgeben, dass er Stranzl vielleicht noch bis zum Winter umstimmen kann.
Eberl: „Wir werden mit ihm reden. Wir würden nur ungern solch einen Spieler verlieren. Martin ist enorm wichtig für das Team, genießt großes Ansehen.“ Aber die Chancen stehen eher schlecht. Martin: „Wir fühlen uns hier irrsinnig wohl. Es ist auch völlig normal, dass der Verein mit mir reden will. Aber der Zeitpunkt ist gekommen, dass andere Dinge im Vordergrund stehen.“ Klingt, als ob Borussia bald einen Stranzl-Nachfolger finden muss…
Gladbach stoppt Dauerkartenverkauf
„Wir hätten sicher erneut noch mehr Dauerkarten verkaufen können, haben uns aber entschieden, auch noch ein ausreichendes Kontingent an Tageskarten zurückzuhalten“, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers.
Raffael kommt – Real-Russe auch?
Borussia ist kurz davor, den spektakulären Transfer des 28 Jahre alten Offensiv-Spezialisten einzutüten. Damit wären Raffael und Favre zum dritten Mal vereint.
Borussia: Im Pokal droht in Darmstadt Stolpergefahr
Vorsicht Fohlen! Noch seid ihr im Urlaub, doch die anderen brennen schon vor Ehrgeiz. In Darmstadt besteht für Favres Truppe Stolpergefahr.