Das langgezogene „Ruuuuuuull“ von den Borussen-Fans hat sich Roel Brouwers hart erarbeitet. Anerkennung für einen ehrlichen Malocher. Der Holländer ist immer da, wenn man ihn braucht, hängt sich in jedes Spiel voll rein.
Solche Typen wie Brouwers sind beliebt – auf den Zuschauerrängen, in der Mannschaft. Und das nicht nur wegen der fast immer tadellosen Leistungen. Roel macht keinen Stunk, wenn er nach einer überzeugenden Vorstellung im Abwehrzentrum wie zuletzt in Hamburg oder gegen Hannover im Spiel darauf wieder auf der Ersatzbank schmoren muss.
Unter Coach Lucien Favre ist er derzeit die Nummer drei - hinter Stranzl und Dante. „Natürlich will ich immer von Anfang an spielen, dass will jeder Profi. Sicherlich ist man enttäuscht, wenn das nicht klappt“, gibt Brouwers zu. „Aber man muss die Entscheidung hinnehmen und alles dafür tun, um beim nächsten Mal die Chance zu bekommen. Ich stelle mich immer in den Dienst der Mannschaft.“
Wie beim jüngsten Test in Oberhausen (4:1). Da stand der 29-Jährige für den angeschlagenen Dante in der Startelf, spielte bombensicher, knipste in Halbzeit zwei mit der Kapitänsbinde sogar zur 2:1-Führung. „Filip Daems und Martin Stranzl waren raus, da habe ich die Binde bekommen. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich sie getragen habe. Das Tor war ja nicht schwer, ich musste nur noch abstauben“, so Brouwers bescheiden.
In Sachen neuer Vertrag (der jetzige läuft im Sommer aus) hat er auf jeden Fall weitere Punkte gesammelt. „Borussia liegt mir sehr am Herzen. Ich möchte gerne bleiben. Der Verein hat bereits signalisiert, dass sie mich halten wollen. Ich denke, dass da schon nächste Woche was passiert“, sagt Brouwers, der sich für den Klassiker Deutschland vs. Niederlande einen Platz am Dienstag daheim auf dem Sofa gesichert hat.
„Ich werde das in aller Ruhe schauen, vielleicht sind einige Freunde dabei. Natürlich bin ich Oranje-Fan und hoffe auf einen Sieg. Aber wenn Marco Reus das entscheidende Tor für die Deutschen macht, kann ich damit auch gut leben.“
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