„Der VfL ist wieder da“, intonierten 6000 Gladbach-Fans. Nach dem 3:2 beim HSV galoppierten die Fohlen zum 2:1 in Frankfurt, feierten erstmals seit 1996 wieder zwei Auswärtssiege hintereinander. Sportchef Max Eberl: „Wir entwickeln uns zu Serienbrechern.“ Weil bei der Borussia 2009 zehn Feldspieler plus Torhüter Bailly stürmen und Abwehrspieler die Tore erzielen.
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Mit dem Schwung von Algeriens WM-Qualifikation leitete Karim Matmour den kuriosesten Treffer des Tages ein, bediente per Außenrist Tobias Levels. Die Hereingabe ballerte Marco Russ Torhüter Oka Nikolov so unglücklich ins Gesicht, dass er im Frankfurter Netz landete. „Ein unglücklicher Gegentreffer“, urteilte Trainer Michael Skibbe.
„Mein dritter Assist, den haben wir uns erkämpft“, freute sich dagegen Levels über ein vorzeitiges Geschenk zum 23. Geburtstag und eine „wilde Rückfahrt. Gefeiert wird dann Sonntag ganz ruhig.“ Roel Brouwers erhöhte per Kopf auf 2:0 und katapultierte sich mit dem 3. Saisontor zum Fohlen-Topscorer. „Es klappt im Moment gut“, erklärte der Verteidiger sein Erfolgsgeheimnis. „Angst darf man nicht haben“, blendete er dabei Gedanken an seine zum dritten Mal gebrochene und in der Länderspielpause gerichtete Nase aus.
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Rob Friend machte es noch mal spannend, weil er mit einem Handspiel Pirmin Schwegler den Elfmeter zum 2:1 schenkte. Doch Borussia beschränkte sich nicht aufs Verteidigen des Vorsprungs, sondern drängte auf das 3:1. Als Nikolov sein Tor verlassen hatte und Frankfurts Angriff abgefangen war, stürmte Keeper-Kollege Bailly bis zur Mittelfeld-Linie, wagte den Schuss aufs leere Eintracht-Tor.
„Da wäre ich beinahe besinnungslos geworden“, grinste Michael Frontzeck, der nach fünf Niederlagen jetzt seit vier Spielen ungeschlagen ist. Der Trainer: „Dass mir aber keiner auf die Idee kommt, wir würden als Favorit zum nächsten Auswärtsspiel nach München fahren.“
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