„Boah, ich kann nicht mehr laufen“, stöhnt Mo Idrissou. Nach einmal Durchschnaufen haut er sich aber wieder voll rein. Der Schleif-Parcours von Athletik-Trainer Christian Weigl ist brutal anstrengend.
Zwei Profis müssen sich jeweils Fitness-Bänder aus Gummi umschnallen, einer sprintet los, der andere mimt wie bei einer Kutsche das zu ziehende Gewicht. Das schlaucht! „Das machst du extra, na warte“, grinst Mo, der Physio Andi Bluhm als „Ballast“ erwischt hat.
Der ließ Idrissou am Sonntag ganz schön schuften. Für den Stürmer kein Problem. „Das ist okay. Es ist schließlich Vorbereitung. Da musst du Gas geben und bis an die Grenze gehen.“
Idrissou (Vertrag bis 2012 plus Option) ist heiß auf die neue Saison, will mit Borussia eine gute Spielzeit hinlegen. Dass er die Fohlen verlässt, bezeichnet der 31-Jährige als „dummes Gerede“. Mo: „Ich weiß nicht, wer das in die Welt gesetzt hat. Es wird viel geredet. Ich habe noch Vertrag, den werde ich erfüllen. Ich bin ein Spieler, der richtig kämpft.“
Idrissou weiter: „Wir haben viele gute Spieler. Aber ich laufe nicht weg. Ich bin Profi. Ich stelle mich dem Konkurrenzkampf. Egal, was kommt: Ich bleibe!“ Auch Borussias Ausrüster „Lotto“ plant weiter fest mit Mo und hat den Kameruner davon überzeugt, in den nächsten zwei Jahren mit Lotto-Tretern zu kicken.
Mo erklärt den Schuhwechsel so: „Die haben mir Glück gebracht. Ich hatte sie beim Spiel gegen Dortmund getestet und damit das Siegtor geschossen. Das war ein ganz wichtiger Treffer für Borussia und für mich.“
Beim Testsieg in Heidenheim (3:1) trug Idrissou nun erneut ein neues Modell – und traf wieder. „Das passt mit den Schuhen, meine Füße fühlen sich wohl.“ Und der vergebene Elfer? „Innenpfosten – kann passieren. Der war aber nicht wichtig, kann ich mit leben. Ich will wichtige Tore machen.“
Und mit Borussia eine Saison ohne Sorgen hinlegen. „Ich bin froh, dass das alles vorbei ist, dieser Abstiegskampf war brutal. Die ganze Last ist endlich weg. Ich will Spaß haben“, so Mo. Kann er jetzt auch wieder, nachdem er sich im Heimat-Urlaub um seine kranke Oma gekümmert hat. Idrissou erleichtert: „Die ist wieder fit, ich habe den Kopf frei für Fußball.“
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