Die ganze Liga schwärmt vom Zauber-Fußball der Höhenflug-Fohlen. Die Vergleiche mit der legendären Weisweiler-Elf nehmen mit jedem Spieltag zu. Kaum eine Mannschaft schießt so wunderschön herausgespielte Tore wie der VfL Borussia.
Die Treffer von Herrmann und Arango beim Sieg in Lautern (2:1) sind für jeden Zuschauer ein Augenschmaus. Auch Stefan Effenberg ist von den Darbietungen seiner alten Liebe Borussia total begeistert.
Der ehemalige Nationalspieler traut Gladbach sogar einen Titelgewinn zu, wie er nun als Experte beim TV-Sender Sky betonte: „Diese Saison, die sie nun hinlegen, ist einfach bemerkenswert. Sie haben zwei Eisen im Feuer, nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den Pokal. Da wäre es vielleicht möglich, nach langer, langer Zeit mal wieder einen Titel nach Gladbach zu holen.“
Tiger Effenberg war es, der die Fohlen 1995 zum Pokalsieg und zu dem bisher letzten Titel geführt hat. Und „Effe“ war es auch, der letzten Sommer bei einer Revolte gegen Borussias Präsidium mitgemacht hat – aber auf der Jahreshauptversammlung kläglich mit seinem Versuch scheiterte.
Für Effenberg ist die Sache längst vom Tisch: „Da wird überhaupt nicht nachtragend reagiert – weder von meiner Seite noch von den Leuten, die in Gladbach leben. Das ist einfach so.“
Der 43-Jährige weiter: „Sie haben über Jahre hinweg gelitten – ich wollte nur helfen. Ich wollte da etwas bewegen im positiven Sinne, nur im Sinne des Vereins. Aber sie haben es nun selber geschafft.“
Für Effe trägt Borussias Erfolg vor allem einen Namen: Lucien Favre. „Er hat in Gladbach alles im Griff. Von seinem ersten Tag an hat er bestimmt, wo es langgeht. Ich glaube, da haben sich die anderen zurückgehalten. Die beste Verpflichtung der letzten Jahre war Lucien Favre.“
Raffael: Neapel statt Gladbach
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