Empfehlen | Drucken | Kontakt07.03.2011 - 21:02 Uhr

Probleme mit der Hüfte: Große Sorgen um Borussias Altstar Hacki Wimmer

Von WILFRIED HORRMANN
Hacki Wimmer am 1. Februar auf der Beerdigung von Borussia Mönchengladbachs Ehrenpräsidentem Dr. Helmut Beyer.
Hacki Wimmer am 1. Februar auf der Beerdigung von Borussia Mönchengladbachs Ehrenpräsidentem Dr. Helmut Beyer.
Foto: Ovelgönne
Mönchengladbach –  

„Ich habe mir damals doch ein wenig zu viel für die Borussia und meinen Freund Günter die Hacken abgelaufen“, sagt Herbert „Hacki“ Wimmer (65) nachdenklich. Jetzt kann er nicht mal mehr gehen, muss diese Woche unters Messer...

Der einstige Dauerläufer verrichtete in der glorreichen Fohlen-Zeit als Wasserträger die „Knochenarbeit“ für Regisseur Günter Netzer, wurde zum fleißigsten Gladbacher Spieler aller Zeiten.

Rund 30 Jahre nach seinem Karriereende muss der Welt- und Europameister seinen Fleiß teuer bezahlen. Er hinkt und hat ständig Schmerzen. Wimmer: „Die Knochen liegen blank, scheuern aufeinander, das ist kein Zustand, ich kann ja nicht mal mehr richtig gehen“.

Nach drei Operationen an der rechten Hüfte streikt nun auch die linke Seite. Deshalb bekommt er im Dürener St. Augustinus-Krankenhaus von Chefarzt Dr. Jörn Hillekamp eine neue Hüfte.

Wimmer: „Ich habe großes Vertrauen zum Doc. Er hat mir vor drei Jahren nach misslungenen Versuchen in anderen Krankenhäusern wunderbar geholfen, in einer vierstündigen Operation eine neue Hüftpfanne aus Titan eingesetzt. Seitdem bin ich an der rechten Hüfte endlich schmerzfrei, leider macht jetzt die linke Seite nicht mehr mit...“

Seinen Einsatz für die Borussia und Spielmacher Netzer hat er trotzdem nie bereut. „Ich war gerne der Wasserträger für Günter“, sagt der fünffache Deutsche Meister, der in 366 Spielen für Borussia 51 Tore erzielte und 54 vorbereitete. „Hacki“ ist seinem Club nach wir vor treu, drückt die Daumen für den Klassenerhalt.

„Beim nächsten Heimspiel gegen Kaiserslautern kann ich nicht dabei sein, werde noch im Krankenhaus liegen. Doch zum Derby gegen den 1. FC Köln im April will ich wieder im Borussia-Park sein – zur Not auch auf Krücken...“

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