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Gladbachs Käpt’n: Daems: „Lasse den Kopf jetzt nicht hängen”

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So kennt man ihn bei Borussia: Kapitän Filip Daems in kämpferischer Pose.
So kennt man ihn bei Borussia: Kapitän Filip Daems in kämpferischer Pose.
 Foto: Getty
Mönchengladbach –  

Seit 2005 spielt er bei Borussia, ist Führungsspieler und genießt großen Respekt.

Doch jetzt droht dem lange Zeit unumstrittenen Belgier Filip Daems (34) ein Platz auf der Bank. Das EXPRESS-Interview mit Gladbachs Kapitän.

Herr Daems, nach 158 Spielen in der Bundesliga droht Ihnen jetzt ein Platz auf der Bank. Wie geht der Kapitän damit um?

Daems: Ich bin froh, dass ich wieder fit bin. Die Pause war doch länger, als ich gedacht hatte. Der Trainer hat nun ein Luxusproblem. Oscar (Wendt, vertrat Daems in dessen Verletzungspause als Linksverteidiger, d. Red.) hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich habe großen Respekt vor ihm. Ich gehe davon aus, dass er erst mal beginnen wird. Für mich heißt das: Ich muss mich dem Trainer wieder im Training anbieten, ich muss Gas geben.

Gar keine Enttäuschung?

Die Bank wäre neu für mich – keine Frage. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen! Ich mache auch keinen Stunk. Da passt auch nicht zu unserer Truppe, in der der Zusammenhalt die große Stärke ist.

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Ein 34-Jähriger als Reservist: Das stimmt Sie nicht zufrieden und stärkt auch nicht Ihre Verhandlungsposition.

Ich habe mit dem Verein schon erste Vertragsgespräche geführt, und wir werden uns jetzt noch mal zusammensetzen. Ich fühle mich hier einfach wohl und würde gerne verlängern. Ich habe auch ein gutes Gefühl, dass man sich einigen kann. Aber es ist auch klar, dass ich mittelfristig spielen will.

Haben Sie schon bestimmt, wann und wo Sie Ihre Karriere beenden möchten?

Ich freue mich jeden Tag auf das Training. Ich fühle mich gut und möchte so lange spielen, wie es geht. Natürlich kann ich mir vorstellen, in Gladbach meine Karriere zu beenden.

Und was kommt danach? Gibt es da schon Pläne?

Das ist noch zu weit weg. Ich glaube nicht, dass ich eine Trainer-Laufbahn im Profi-Bereich anstrebe. Ich möchte eher mit Jugendlichen arbeiten.

Was ist die Saison für Borussia drin? Ist ein Platz zwischen vier und sechs möglich?

Schwierig zu beantworten, alle Teams liegen so eng beisammen. Gelingt uns der Start, können wir oben angreifen. Wir sind bestens vorbereitet.

Sehen wir von Borussia auch mal wieder den Zauber-Fußball der letzten Saison?

In unserer Situation ist die Effizienz das Wichtigste. Die Attraktivität ist mir erst einmal egal. Aber wenn wir die ersten Siege einfahren, steigert sich automatisch das Selbstvertrauen. Dann spielt man gleich einen besseren Ball.

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