Wenn der Büffel reinkommt, ist gleich Alarm. Ob gegen Kaiserslautern, Hamburg, Nürnberg oder jüngst in Freiburg. Raúl Bobadilla ist Favres Mann für die letzte halbe Stunde.
Wird Boba eingewechselt, sorgt er gleich für Hochbetrieb im gegnerischen Strafraum, wühlt, ackert, rennt, gibt keinen Ball verloren. „Ich versuche immer, wenn ich reinkomme, alles zu geben. Der Trainer hat Vertrauen zu mir, das will ich zurückzahlen“, sagt der Stürmer.
Zwar verdaddelte Bobadilla zuletzt auch zwei Hundertprozentige, wirkt aber aktuell deutlich torgefährlicher als manch seiner Offensiv-Kollegen aus der aktuellen Startelf.
„Keine Mannschaft, die bisher in Freiburg gespielt hat, hatte so viele Torchancen wie wir“, monierte VfL-Coach Lucien Favre nach der dummen 0:1-Pleite im Breisgau die mangelhafte Chancenverwertung. Kein neues Phänomen. Bereits in den drei Spielen zuvor ließen die Fohlen bedenklich viele Dinger liegen, es reichte dennoch zum Sieg. In Freiburg dann aber nicht mehr.
Auffällig: Von den ersten zehn Mannschaften in der Tabelle haben die Borussen die wenigsten Buden (9) gemacht – obwohl man nach dem FC Bayern München mit die meisten Chancen kreiert.
„Es stimmt, dass wir viele Chancen haben, aber das Tor nicht machen“, sagt Bobadilla. Aber: „Wir haben kein Sturmproblem, vielleicht fehlt ein wenig das Glück im Moment.“ Das müsse man wieder erzwingen, „und zwar durch harte Arbeit“, so Boba weiter.
Dass er bei Favre derzeit nur auf Teilzeit arbeitet, müsse kein Dauerzustand sein. „Wenn ich jedes Training Vollgas gebe, dann kriege ich vielleicht meine Chance auch wieder in der Startelf.“
Er habe gelernt, positiv zu denken. Deshalb sei er sich sicher: „Die nächste Großchance machen wir wieder rein. Wenn ich dann derjenige bin, habe ich auch nichts dagegen.“
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