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Gladbacher Nullnummer: Brouwers vergibt Sieg in Hoffes Eiskeller

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Roel Brouwers hatte die Chance zum Siegtor.
Roel Brouwers hatte die Chance zum Siegtor.
Foto: Bongarts/Getty Images
Sinsheim –  

Zwischen der Wahrnehmung der Zuschauer und den Verantwortlichen liegen ja manchmal Welten. Wie am Samstag zum Beispiel.

„Ich bin ganz zufrieden“, meinte Hoffenheims neuer Trainer Marco Kurz nach dem 0:0 gegen Gladbach. „Das war ein gutes Spiel. Nicht top, aber unsere Leistung war ganz gut“, befand Borussias Coach Lucien Favre. Die Fans dagegen fanden die Nullnummer dagegen langweilig - und sie froren.

Kommen wir zum Positiven aus Sicht der Fohlen-Elf: Sie blieb auch im achten Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage. Sie wirkt weitaus gefestigter als noch Mitte der Hinrunde. Ihre Abwehr ist mittlerweile nur noch schwer zu knacken – und dies trotz einer kurzfristigen Umstellung.

Denn für den in der Nacht an einer Grippe erkrankten Abwehrchef Martin Stranzl lief Roel Brouwers auf. Und auf den konnte man sich auch verlassen.

Das Negative: Bei angeschlagenen Hoffenheimern (Drittletzter!) kann oder muss man ruhig auch mal gewinnen. Borussias Spiel fehlte es an Ideen, Kreativität und Tempo.

Das bemängelte auch Favre: „Die Beschleunigung mit dem Ball hat gefehlt. Wir waren vielleicht nicht zu vorsichtig, aber zu zögerlich. Das ist eine Aufbau-Saison. Wir machen Fortschritte, haben aber immer noch viel zu tun.“

Erst nach 70 Minuten gab es wenigstens ein paar Aufreger. Brouwers vergab per Kopf die Führung. Zwei Minuten später geigte Borussias Keeper Marc-André ter Stegen Hoffenheims Usami lautstark die Meinung. Denn der Japaner hatte sich im Strafraum plump fallen gelassen.

„Und das habe ich ihm auch deutlich so gesagt. Das gehört sich nicht, ich finde das nicht gut. Zum Glück hat der Schiedsrichter das gut gesehen“, erklärte ter Stegen, der in der 76. Minute sein Können zeigte: Einen strammen Schuss von Weis wehrte er mit einem Reflex ab.

Da aber auch die Gäste nicht mehr viel nach vorne zustande brachten, blieb es bei der Nullnummer, die keinen erwärmte.

„Wir haben die Lücke nicht gefunden und uns zu wenig Torchancen herausgespielt. Ich hätte das Tor machen müssen“, meinte Brouwers, „wir müssen noch einiges besser machen.“ Am besten nächste Woche im Derby gegen Düsseldorf.

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