Seit 146 Tagen hängt die Rote Laterne ununterbrochen im Borussia-Park. Damals, im November 2010, stürzten die Fohlen nach einer 2:3-Heimpleite gegen Mainz ans Tabellenende ab.
Am Freitagabend (20.30 Uhr) kann sich der VfL dafür bei den Dream-Boys rächen. „Wir wollen den Sieg in Mainz! Dann wären wir für eine Nacht nicht Letzter und klettern auf den Relegationsplatz. Das wäre klasse – auch für die Köpfe“, bringt Rakete Marco Reus (traf in bislang drei Einsätzen gegen Mainz dreimal) die Ausgangslage auf den Punkt. Gladbach will endlich wieder mal dran schnuppern – und ist heiß auf den One-Night-Stand im Bruchwegstadion.
Ein Dreier reicht, um an Pauli und Wolfsburg (treffen Samstag aufeinander) für eine Nacht vorbeizuziehen. „Es sind jetzt nur noch zwei Punkte. Das Ziel ist nah“, heizt Abwehrchef Dante seine Team-Kollegen schon seit Tagen an. Der Brasilianer mit der irren Mähne weiter: „Wenn man so kurz davor ist, die direkten Abstiegsplätze zu verlassen, dann braucht man keinen mehr noch zusätzlich zu motivieren. Wir wollen da unten raus.“
Um die direkten Konkurrenten endlich unter Druck zu setzen. Dante: „Wie diese Vereine darauf reagieren, das ist dann sehr interessant, zu beobachten. Ich betone es immer wieder, die Leute sollen uns nicht abschreiben, wir leben noch.“ Und: „Wenn wir ruhig und konzentriert bleiben, schaffen wir vielleicht das Unglaubliche.“
Gut für Gladbach: Mainz ist die schlechteste Heimmannschaft der Rückrunde, klagt zudem über personelle Sorgen. Neben Torhüter Heinz Müller fallen auch Nikolje Noveski und Bo Svensson aus.
Könnte also was geben mit dem Dreier. Aber wie das bei einem One-Night-Stand so ist: Einen Tag später wäre Platz 16 schon wieder weg, da die Konkurrenz Samstag gegeneinander spielt. Schön wäre es trotzdem...
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