Der unter Beschuss geratene Borussen-Boss Rolf Königs (70) hat eingeräumt, Steuern in Höhe von 50.000 Euro nicht gezahlt zu haben. Dies erklärte der Chef des Fußball-Bundesligisten auf der Homepage des Clubs am Freitag.
Damit bestätigte der Verein einen Bericht des „Handelsblatts“ (Freitag), wonach Steuerfahnder Geschäfts- und Privaträume des Mönchengladbacher Unternehmers durchsucht haben.
„Es ist mir wichtig, mit der Sache offen und ehrlich umzugehen. Ich werde bei der Aufklärung kooperieren, für den entstandenen Schaden aufkommen und die fällige Steuernachzahlung so schnell wie möglich leisten“, wird Königs zitiert.
Es handele sich um eine über viele Jahre angesparte und ordnungsgemäß versteuerte private Altersvorsorge, die bei einer Bank in Luxemburg deponiert sei, erklärte Königs. Bei dem für das Verfahren relevanten Zeitraum gehe es um die Jahre 2005 bis 2009. „Für mich ging es bei dieser Geldanlage nur um Sicherheit, nie darum, die Summe zu vermehren. Ich habe mich schlichtweg nicht um dieses Konto gekümmert“, so Königs. Dennoch sei dies natürlich nicht zu entschuldigen.
Rückendeckung erhält Königs unterdessen von seinem Verein: Gladbach hat sich demonstrativ hinter den Präsidenten gestellt. „An seiner Leistung als Präsident gibt es für mich nicht den geringsten Zweifel“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hermann Jansen der Rheinischen Post. Die Borussen legen Wert auf die Feststellung, dass sich die Ermittlungen gegen den Privatmann Königs richten und es deshalb dem Verein nicht zustehe, den Fall offiziell zu kommentieren.
Laut eines Berichts im Handelsblatt soll Königs 1,6 Millionen Euro auf einem Konto in Luxemburg geparkt und die Zinserträge nicht versteuert haben.
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