„Das ist ein wichtiges Spiel für uns, aber auch für Wolfsburg. Es ist wichtig, dass wir punkten. Wir wollen was riskieren“, so die fast brave Kampf-Ansage von Borussen-Coach Lucien Favre vor dem Überlebensendspiel am Freitag in der Autostadt.
Und während der Fohlen-Flüsterer sogar noch Komplimente an die „Wölfe“ verteilt („Eine sehr gute Mannschaft mit hoher Qualität“), ledert sein Wolfsburger Kollege Pierre Littbarski ziemlich übel über die Borussia ab.
Von wegen der liebe Litti: „Gladbach will uns unsere Arbeitsplätze in der Ersten Liga wegnehmen. Das lassen wir uns nicht gefallen!“ Nicht die einzige Provokation des kleinen Trainers, der unbedingt gewinnen muss – sonst droht ihm der Rauswurf. Littbarski will den schlaffen Millionären daher das Geißbock-Gen verpassen und so noch mehr Feuer in die VW-Arena bringen: „Ich war lange beim FC. Gladbach war immer der natürliche Feind der Kölner. Jetzt ist Gladbach der natürliche Feind der Wolfsburger.“
Weltmeister Littbarski ballerte als Profi für Köln in 406 Bundesligaspielen 116 Buden, schaute sich von den damaligen Trainern einiges ab und prahlt nun frech: „Ich habe unter verrückten Motivatoren wie Christoph Daum oder Udo Lattek gespielt. Was ich da gelernt habe, packe ich jetzt aus – was genau, posaune ich nicht heraus.“ Litti noch frecher: „Wenn ich dafür drei Punkte kriege, lasse ich die Spieler auch über Scherben laufen.“
Der 50-Jährige hat auch kein Problem damit, wenn seine „Wölfe“ gegen Gladbach richtig Schaum vor dem Mund haben und die Fetzen fliegen. „Ich verlange noch mehr Aggressivität von den Spielern untereinander. Sie sollen sich für den Erfolg auch mal gegenseitig in den Hintern treten.“ Auch seine Spieler hetzen über die Fohlen. Der Däne Simon Kjaer: „Wir sind auf jeder Position besser besetzt!“ Für Littbarski ist das Duell mit den Fohlen ein Thriller: „Europacup-Atmosphäre, Flutlicht – das ist ein Highlight für die Fans. Wie im alten Rom: Zwei Gladiatoren gehen in die Manege, einer bleibt auf der Strecke.“
Raffael: Neapel statt Gladbach
Borussen-Coach Lucien Favre würde seinen ehemaligen Musterschüler Raffael nur zu gerne zu den Fohlen lotsen, aber daraus wird wohl nichts.
Gladbach holt Stürmer Mlapa aus Hoffenheim
Sportdirektor Max Eberl hat den deutschen U21-Nationalspieler Peniel Mlapa (21) von 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der Stürmer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016.
Xhaka: „Borussia wichtiger als Olympia“
„Das ist Xhaka? Der ist ja supersüß!“ Als Rekord-Einkauf Granit Xhaka zur offiziellen Vorstellung im Borussia-Park vorfährt, geraten einige weibliche Fohlen-Fans gleich ins Schwärmen.