Er geht ab wie eine Rakete. Er macht - wie bei seiner Doppelpack-Gala zum 2:1 über Hannover - den Unterschied. Er steht bei den Bayern auf der Einkaufsliste. Gladbachs Shootingstar Marco Reus (22) setzt Fußball-Deutschland in Erstaunen - und erst Recht den großen Günter Netzer (67).
Er ist auf einem großartigen Weg“, sagt die Borussia -Legende im EXPRESS-Gespräch. „die ganze Mannschaft erstaunt mich. Ich hätte ihr nicht zugetraut, nach einem Drittel der Saison noch immer in der oberen Hälfte zu stehen. Lobenswert, was da passiert! Da scheint eine gute Gemeinschaft entstanden zu sein.“
Doch wie lange bleibt der Wirbelwind noch Teil dieser Gemeinschaft? Bayern-Boss Kalle Rummenigge hatte aus dem Interesse des Rekordmeisters am Nationalspieler keinen Hehl gemacht.
Netzer würde Reus, der Gladbach dank einer Ausstiegsklausel von 18 Millionen € verlassen könnte, von einem Wechsel an die Säbener Straße abraten. Weil ihm noch die nötige Reife für den großen Sprung fehle.
„Dass die Bayern ihn haben wollen, ist normal. Den müssen sie auf der Liste haben. Aber Reus ist noch in der Phase der Weiterentwicklung. Er ist in Gladbach besser aufgehoben, wo er er sich noch weiterentwickeln kann.
In Gladbach kann er besser lernen, als wenn er in München in eine schon fertige Mannschaft stößt. Ich denke, dass Reus das auch weiß: Er und sein Umfeld gehen sehr gelassen mit allem um. Er weiß, was zu tun ist.“
Der Rat des einstigen Weltklasse-Strategen wird bei Gladbachs Bossen gut ankommen. Doch es bleibt spannend, ob Reus ihm folgt - oder es anderen Gladbachern gleichtut, die in der Vergangenheit zum FC Bayern gingen.
Marcell Jansen, Berkant Göktan und Alex Baumjohann scheiterten in München. Lothar Matthäus und Stefan Effenberg dagegen gelang dort der Durchbruch und sie starteten ihre Weltkarrieren.
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