Empfehlen | Drucken | Kontakt26.01.2011 - 11:54 Uhr

Bruch zwischen Trainer und Spieler: Frontzeck: Das miese Spiel mit Bradley

Von AXEL STRÖTKER und MANUEL DIAZ
Für die USA spielte Michael Bradley eine starke WM. Bei Borussia ist er nur noch die Nummer 15
Für die USA spielte Michael Bradley eine starke WM. Bei Borussia ist er nur noch die Nummer 15
Foto: Getty
Gladbach –  

Im Nationalteam der USA zählt er zu den Stars. Seit seinen starken WM-Auftritten jagen ihn Spitzenklubs aus der Türkei, Italien und England. Bei Bundesliga-Schlusslicht Borussia ist Michael Bradley nur noch Nummer 15, vierte Einwechsel-Option beim 1:3 gegen Leverkusen – weil Sunderland seine Verpflichtung bis zum 31. Januar plant.

EXPRESS erklärt Michael Frontzecks mieses Spiel mit Bradley. Zum Bruch zwischen dem Trainer und seinem besten Mittelfeldmann kam es Mitte Dezember. Zwei Tage vorm Hinrunden-Abschluss sagte Frontzeck zu Bradley: „Du spielst gegen den HSV nicht. Ich will mal was anderes probieren und mir nicht vorwerfen lassen, dass ich nicht alles versucht hätte.“

Er stellte das System auf 4-1-4-1 um, beförderte Roman Neustädter auf die Sechs. Bot aber entgegen seiner Ankündigung Bradley im linken Mittelfeld auf - und der avancierte zum besten Mann. Frontzeck wechselte ihn trotzdem als ersten Borussen aus und ließ den grippegeschwächten Juan Arango durchspielen. Zwei Schüsse vor den Bug für den ehrgeizigen Bradley.

Galatasaray Istanbul und Palermo wollten ihn für 3 Millionen Euro aus seinem bis 2012 laufenden Vertrag herauskaufen - zu wenig für Gladbach, die 2,5 Millionen im August 2008 an Heerenveen gezahlt hatten.

Aber auch ein klares Borussia-Bekenntnis zu Bradley blieb aus – selbst als Sunderland einen Teil der aus dem Bent-Verkauf an Aston Villa eingenommenen 28 Millionen bot.

Frontzeck verbannte Bradley in Nürnberg 71 Minuten und gegen Leverkusen 86 Minuten auf die Bank. „Das Team ist wichtig. Einzelschicksale sind unwichtig“, wehrt der US-Star Wechsel-Nachfragen ab.

VfL-Sportdirektor Max Eberl spricht zwar von „Gerüchten“, ist aber gesprächsbereit, wenn ein entsprechendes Angebot kommt. Bei fünf Millionen Euro sagt Borussia yes zu Sunderland, wenn Eberl bis Montag einen geeigneten Ersatz findet.

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