Borussias Sonnyboy Mike Hanke lächelt wieder. Der fiese Husten ist weg, Mike hat seine schwere Grippe auskuriert und kniet sich im Training rein.
„Alles gut. Ich denke, ich kann Freitag spielen“, gibt der 28-jährige grünes Licht für seinen Einsatz am Freitagabend im Heimspiel gegen den HSV. Den jüngsten Auswärtsdreier der Fohlen in Lautern hatte Hanke nur daheim auf dem Sofa im TV verfolgen können.
Dass ihn die Gladbacher Fans dennoch auf dem Betzenberg feierten und sogar ein Plakat mit der Aufschrift „Messi statt Hanke? Nein danke!“ präsentierten, geht Publikumsliebling Mike natürlich runter wie Öl. „Es freut mich riesig, dass die Fans so hinter mir stehen. Das möchte ich ihnen auch in den nächsten Spielen zurückgeben.“
Die Anerkennung der VfL-Treuen hat Hanke sich hart erarbeitet. Unter Trainer Lucien Favre hat er sein Spiel komplett umgestellt, ist vom reinen Strafraumwühler zu einer Mischung aus laufreudigem Ballverteiler, Spielmacher und gewieftem Knipser mutiert.
Mike ist seit Monaten so gut, dass er sogar wieder als Kandidat für die DFB-Elf gehandelt wird. Selbst Bundestrainer Jogi Löw lobt ihn in den höchsten Tönen. Doch für eine Nominierung für den Test gegen Frankreich hat es nicht gereicht. Und große Experimente bei der Nominierung des EM-Kaders sind unwahrscheinlich „Auch wenn die Tür noch nicht ganz geschlossen ist, sind das die Spieler, die für die EM im Fokus stehen“, so Löw zu seinem Aufgebot gegen Frankreich.
Hanke konzentriert sich daher auf das Spiel gegen Hamburg: „Die haben das Derby gegen Bremen verloren und Wut im Bauch. Die Tabelle gibt nicht wieder, was für Qualitäten der HSV hat. Ich glaube, dass es ein Spitzenspiel auf Augenhöhe ist.“
27 ihrer 46 Punkte haben die Borussen im eigenen Stadion geholt, sind neben Hannover der einzige Bundesliga-Klub ohne Heimpleite. Das soll auch gegen Liga-Dino HSV so bleiben. Mike: „Wir haben uns mit unseren Fans im Rücken eine echte Festung aufgebaut - die wollen wir verteidigen.“
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