Empfehlen | Drucken | Kontakt26.02.2011 - 21:19 Uhr

Favre-Zauber verpufft?: Fohlen stümpern wie Absteiger

Von AXEL STRÖTKER und ACHIM MÜLLER
Lucien Favre gab Anweisungen auf dem Rasen.
Lucien Favre gab Anweisungen auf dem Rasen.
Foto: dpa
Mönchgladbach –  

Da konnte Lucien Favre noch so viel reinrufen und korrigieren. Alle Anweisungen des Fohlen-Flüsterers verpufften. Borussia ging erneut bei einem direkten Abstiegskonkurrenten unter.

Die Liga-Schlusslichter stümperten beim 1:2 in Wolfsburg genauso hilflos über den Platz wie unter Absturz-Coach Frontzeck. Kann selbst der Favre-Zauber diese leblose Truppe nicht retten?

Sportchef Max Eberl: „In der Vorwärtsbewegung war jeder Ball weg. Wir haben viele Zweikämpfe verloren.“ 72 Prozent allein in der ersten Halbzeit - unterirdische Werte eines Absteigers, der sich kampflos ergibt!

Roman Neustädter: „Hatte nicht meinen besten Tag“
Wie werten Sie Ihren Auftritt?

Wir kamen nicht gut ins Spiel, hatten viele einfache Ballverluste. Wolfsburg hat das defensiv und offensiv gut gemacht. Sie waren mit Diego immer ein Mann mehr auf unserer Seite. Die Tore fielen unglücklich.

Was sagte der Trainer Ihnen?

Ich soll das abhaken, weiter arbeiten und Gas geben. Das verstehe ich auch. Ich hatte sicher nicht meinen besten Tag.

Sie vergaben die Führung.

Ich hätte das 1:0 machen können. Wolfsburg wäre ein bisschen geschockt gewesen.

Stattdessen schoss sich Diego vom Elfer-Depp zum Helden.

Wir haben es so wie gegen Schalke versucht, als wir Raul gut im Griff hatten. Bei Wolfsburg zogen aber neben Diego auch die Außenspieler nach innen, sorgten gegen unsere zwei Sechser so für Überzahl. Diego hat sich dann gut fallen lassen.

Von MANUEL DIAZ

„Ein verdienter und klarer Sieg für Wolfsburg. Sie waren viel besser, läuferisch und technisch“, urteilt Favre. „Wir haben nicht gut gespielt. Waren nicht konzentriert genug, obwohl wir Wolfsburgs Stärken besprochen hatten. Ich bin enttäuscht.“

Doppelpack-Diego machte den Unterschied zwischen aggressiven Wölfen und ängstlichen Fohlen. „Diego war zu schnell und zu gut. Wir haben Fehler gemacht“, gesteht Favre. „Aber es bringt nichts, jetzt zu schreien und draufzuhauen. Wir müssen schnelle Lösungen finden, um besser zu spielen. Noch sind 30 Punkte im Spiel.“

Doch selbst Eberl glaubt nicht mehr an das Wunder Klassenerhalt, guckte am Samstag schon Zweite Liga in Aachen (0:5 gegen Hertha).

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