Empfehlen | Drucken | Kontakt01.05.2011 - 22:03 Uhr

Klassenerhalt greifbar: Fohlen schnuppern am Wunder!

Von AXEL STRÖTKER, ACHIM MÜLLER und MANUEL DIAZ
Marco Reus lässt die Fohlen hoffen.
Marco Reus lässt die Fohlen hoffen.
Foto: Bongarts/Getty Images
Hannover/Mönchengladbach –  

Als Schiri Marco Fritz nach 92 Minuten Borussias 1:0 in Hannover abpfeift, lässt sich Geburtstagskind Marc-Andre ter Stegen auf den Rasen fallen. Der 19-Jährige schließt die Augen, ballt beide Fäuste und träumt vom happy end.

Erstmals zwei Zu-Null-Siege in Folge. Nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Drei zum rettenden Ufer. Die Fohlen schnuppern nach dem Dreier-Streich in Hannover am Wunder Klassenerhalt.

„Ätsch, wir leben noch“, zeigte Matchwinner Marco nach seinem Hammer-Bums zum 1:0 frech den Konkurrenten im Abstiegskampf die Zunge. „Wenn wir auch gegen Freiburg und in Hamburg 1:0 gewinnen, dann ist die Relegation realistisch“, glaubt Rakete Reus.

Der 21-Jährige ist mit neun Toren und neun Assists Borussias Lebensversicherung, 96-Coach Mirko Slomka meint sogar: „Da kann man noch so viel warnen vor Marco Reus. Er ist ein klasse Spieler, sicherlich auch einer der Retter, wenn es Gladbach noch schaffen sollte.“ Slomka ganz fair: „Sie haben uns mit unseren eigenen Waffen geschlagen, wir waren chancenlos. Das steht man als Trainer an der Linie und denkt einfach nur: Boah, da geht nichts.“

Weil Reus wirbelt und Mini-Titan Marc-André ter Stegen hinten nichts anbrennen lässt. „Ich denke, dass uns das Selbstvertrauen gibt und wir gegen Freiburg einfach wieder nachlegen“, sagt Marco und outet sich für den nächsten Spieltag bereits als Köln-Fan: „Sie gewinnen 2:1 in Frankfurt.“

Im Abstiegskampf mögen die Fohlen plötzlich den FC. Der könnte mit einem Erfolg bei der Eintracht helfen, dass Borussia Frankfurt überholt und in der Liga bleibt. Super-Talent ter Stegen: „Klar ist es schwer, als geborener Gladbacher den Kölnern die Daumen zu drücken. Ich hoffe, sie gewinnen und wir auch.“

Seine Mama darf gegen Freiburg im Borussia-Park mitfiebern: „Das Verbot galt nur bei meinem ersten Spiel. Da hätte sie mich zwar nicht abgelenkt, trotzdem wäre ein doppelter Druck da gewesen. Jetzt ist es kein Problem mehr.“

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