Empfehlen | Drucken | Kontakt04.02.2012 - 21:02 Uhr

Fohlen-Rakete schämt sich: Reus: Habe unseren Sieg verballert

Von AXEL STRÖTKER
Marco Reus schiebt den Ball an Torwart Diego Benaglio und am Kasten vorbei.
Marco Reus schiebt den Ball an Torwart Diego Benaglio und am Kasten vorbei.
Foto: Getty
Wolfsburg –  

„Nie mehr Zweite Liga“, feiern 5.000 Fohlen-Fans die Nullnummer bei den Wölfen. 40 Punkte – Gladbachs Saisonziel ist schon nach 20 Partien erreicht.

Einer freut sich nicht mit. Marco Reus zieht sein Trikot über den Kopf. Der Nationalspieler schämt sich, weil er frei vor Diego Benaglio den Sieg verballert hat. „Ich habe Mike Hanke nicht gesehen und wollte den Ball mit dem Außenrist ins lange Eck schieben“, schildert er seinen Alleingang in der 69. Minute.

Doch die Rakete semmelt meterweit am leeren Wolfsburger Tor vorbei. Reus: „Das war richtig schlecht gemacht. Den muss ich machen, hundertprozentig. Tut mir leid für die Mannschaft.“

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Trainer Lucien Favre tröstet seinen Star: „Das kann passieren. Wir wollten alle mehr. Müssen aber mit diesem 0:0 zufrieden sein.“ Ob das ein Rückschlag sei, wird der Frontzeck-Nachfolger gefragt. Seine Antwort: „Sind Sie verrückt? Wir haben sieben Punkte aus drei Rückrunden-Spielen geholt – das ist nicht schlecht!“

Die mit 30 Millionen Euro aufgerüsteten Wölfe kopieren zunächst das Fohlen-System. Verteidigen mit zwei eng stehenden Viererketten plus den nach hinten arbeitenden Angreifern Ashkan Dejagah und Sebastian Polter.

Lassen die Gladbacher kommen und stellen sie 13 mal abseits. Tore von Roel Brouwers und Mike Hanke („Das ist sehr, sehr knapp und bitter. Man sagt eigentlich im Zweifelsfall immer für den Stürmer“) zählen nicht.

Doch Schiedsrichter Peter Gagelmann gibt auch einen Treffer der nach der Pause immer stärker auftrumpfenden Wolfsburger durch Joker Giovanni Sio nicht. Dann scheitert Reus und schlägt entsetzt die Hände vor sein Gesicht.

„Wolfsburg hat eine sehr starke Mannschaft, die taktisch sehr gut und clever gespielt hat“, lobt Hanke seinen Ex-Klub. „Wir könnten mit dem Unentschieden zufrieden sein, wollten aber gewinnen und deshalb ist es enttäuschend.“ Seine neue Vorgabe: „Oben dran bleiben!“

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