Borussias Vize-Präsident Rainer Bonhof eilte nach dem 1:0 in Hamburg von der VIP-Tribüne in die Kabine, gratulierte der ganzen Mannschaft und insbesondere Goldköpfchen Igor de Camargo per Handschlag.
Der Weltmeister freut sich über 13 Punkte nach 6 Partien – mit exakt dieser Ausbeute starteten Gladbachs Meister´75 ihre Mission Titelgewinn.
EXPRESS sprach mit Fohlen-Legende Wolfgang „Otto“ Kleff.
Was sind die Gründe für Borussias Aufschwung 2011?
Ende der letzten Saison gab es eine große Verbesserung in der Abstimmung der Abwehr um Dante. Die ganze Mannschaft ist stabiler geworden, in dieser Saison mit erst drei Gegentoren sogar sehr stabil.
Welchen Anteil hat Marc-André ter Stegen?
Ihm muss ich ein Riesenkompliment machen. Er erinnert mich so ein bisschen an mein Torwartspiel, ist nicht nur Torhüter, sondern auch Feldspieler. Er strahlt eine Freude und Ruhe aus, das ist sensationell. Marc-André ist erst 19 Jahre, charakterlich gefestigt. Er hat eine gute Körpersprache, Potenzial auf Jahre und ist jetzt schon einer der Spitzen-Torhüter.
Jupp Heynckes sieht ihn als kommende Nummer zwei der Nationalmannschaft?
Das kann sein. Er wird auf jeden Fall in der obersten Etage der deutschen Torhüter mitspielen, wenn er verletzungsfrei bleibt. Aber Manuel Neuer kann er nicht ohne weiteres verdrängen.
Die Stammelf zu halten - ist das Borussias Schlüssel zum Erfolg?
Als Angebote für Reus kamen und Dante weg wollte, hat Borussia endlich mal gesagt, wir verzichten und stabilisieren uns. Bei uns gab es auch ein Gerüst. Als man das anfing abzubauen mit Netzer, Stielike und Bonhof bröckelte auch der Erfolg. Gladbach schlägt jetzt den richtigen Weg ein.
Was trauen Sie der Truppe zu?
Wenn ich das wüsste, würde ich sofort ins Wettbüro gehen und Borussia auf Platz drei setzen. In jeder Saison haben sich aber Mannschaften oben festgesetzt, die einen Lauf hatten. Zuletzt Hannover und Mainz. Diese Rolle kann Borussia spielen und die Überraschungself werden. Hauptsache ist, dass nicht wieder in ein Loch fallen. Dafür ist Lucien Favre aber ein zu erfahrenerer und zu guter Trainer, dass das passiert.
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