Borussia Mönchengladbachs Verteidiger Tony Jantschke (22) staunte nicht schlecht, als er zusammen mit Martin Stranzl (32) den „Südstadt-Borussen Cologne“ einen Besuch in deren Kölner Stammlokal „Südpol“ abstattete. Jantschke begeistert: „Ein Fanklub im verbotenen Land Köln – das ist der Wahnsinn! Beeindruckend, was hier abgeht.“
Auch Stranzl war angetan: „Der Laden hier ist klasse.“ Und bange war ihm vor dem Ausflug ohnehin nicht: „Ich komme eigentlich mit allen Menschen klar. So hatte ich auch keine Angst, nach Köln zu kommen.“ Zudem hatten die „Südstadt-Borussen“ den Empfang ihrer Lieblinge zur 70er-Jahre-Motto-Party erklärt.
Die fast 50 Fanklub-Mitglieder empfingen Jantschke und Stranzl verkleidet mit Günter-Netzer-Gedächtnis-Perücken, Schlaghose und Plateauschuhen. Ganz im Stil aus der Zeitepoche eben, in der die Fohlen ihre größten Erfolge feiern konnten.
Marco G. (39), Vorsitzender der Südstadt-Borussen, sagt: „Wir haben den Fanklub im September 2012 gegründet. Klar, dass die Rivalität zum FC da ist. Aber von unserer Seite gibt es keine Feindschaft. Gesänge, Rivalität, das ist in Ordnung – aber alles, was darüber hinausgeht, nicht. Gewalt kommt überhaupt nicht infrage.“
Natürlich gebe es bei der Fohlen-Außenstelle in der Südstadt auch keinen Kölsch-Zwang. Marco G.: „Bei uns darf jeder trinken, was er will. Dazu gehört auch ein leckeres Altbier.“
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