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Europapokal-Saison: Mit „Super-Auge“ und Anti-Randale-Prämie

Der Sicherheitsbeauftragte Bernhard Nießen und Geschäftsführer Stephan Schippers haben alles im Blick.
Der Sicherheitsbeauftragte Bernhard Nießen und Geschäftsführer Stephan Schippers haben alles im Blick.
Foto: Wiechmann
Mönchengladbach –  

Borussia rüstet für die kommende Europapokal-Saison auf. Und dabei wird nicht nur in den Profi-Kader ordentlich Kohle gepumpt. Auch im Stadion tut sich was.

Die Fohlen haben nun im Borussia-Park zwei Super-Kameras installiert. Die sollen für noch mehr Sicherheit in der Arena sorgen und Chaoten das Handwerk legen.

Geschäftsführer Stephan Schippers, Bernhard Nießen (Leiter Stadionbetrieb und Sicherheitsbeauftragter) und Fanbeauftragter Thomas „Tower“ Weinmann stellten gestern das neue Super-Auge vor. Es heißt Panomera, kostet weit über 100.000 Euro.

Täter-Fotos werden auf Smartphones geschickt

Die Spezial-Linsen filmen jeden Bereich in der Arena gleichzeitig. Big Brother is watching you! Neueste digitale Technik macht’s möglich. Umständliches Heranzoomen einzelner analoger Kameras ist damit Steinzeit. Ebenso das Auswerten von Magnet-Bändern.

Jede Sekunde im Stadion wird mit Öffnung der Drehkreuze erfasst, dank einer speziellen Software lassen sich Straftäter sofort identifizieren. Täter-Fotos, Standort, Personenbeschreibung wird auf spezielle Smartphones der Polizeikräfte gesendet, die den Übeltäter spätestens beim Verlassen des Zuschauer-Blockes ergreifen.

Heißt: Aufgepasst, Pyrozündler, Böllerwerfer und sonstige Krawallmacher! In Gladbach könnt ihr euch nicht hinter Mützen, Schals und Fahnen verstecken und hoffen, so unerkannt aus dem Stadion zu schleichen. „Wir gehen mit äußerster Härte gegen solche Leute in unserem Stadion vor. Anzeige, Stadionverbot. Das ganze Programm“, sagt Schippers.

Anti-Krawall-Prämie für Fans

Borussia setzt zudem auf den Selbstreinigungsprozess in der Szene. Tower Weinmann: „Wir Fans haben seit Jahren den Borussen-Kodex, haben uns zu gewissen Spielregeln verpflichtet. Von daher passiert bei uns eh wenig. Aber wir wollen erreichen, dass in Zukunft jeder Fan von uns kapiert, dass er mit Bengalos, Böllern und so weiter uns allen, Borussia eben, schadet. Da müssen alle mitmachen und helfen, dass diese Leute rausfliegen.“

Dafür hat sich Borussia eine Anti-Krawall-Prämie ausgedacht. Jeweils 25.000 Euro stellt der Klub in der kommenden Hin- und Rückserie den Fans zur Verfügung. Davon sollen unter anderem günstige Auswärtsfahrten organisiert werden. Muss Borussia aber für das Fehlverhalten der eigenen Fans Strafe zahlen, wird dieser Betrag von den 25.000 Euro abgezogen. So schießt sich jeder Chaot am Ende ein Eigentor, „bestraft“ alle anderen Fans.

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