„Ich kann mich noch gut erinnern“, sagt Jeff Strasser, als EXPRESS ihn in Esch (Luxemburg) erreicht. „Mit Borussia haben wir uns 2004 im Viertelfinale gegen Duisburg nach zwei Rückständen durch Tore von Peter van Hout und Tomislav Maric ins Elfmeterschießen gerettet.“
Strasser traf zum 6:5, zog sein Trikot aus und jubelte: „Es gibt nicht Geileres, als seine Mannschaft ins Halbfinale zu schießen.“ Jetzt gesteht er: „Gibt es doch - sie ins Finale zu schießen. Leider sind wir damals in Aachen beklaut worden.“
Erstmals seit acht Jahren winkt Mittwoch der Einzug unter die letzten Vier. „Es wird Zeit für Borussia, wieder Geschichte zu schreiben“, drückt Strasser die Daumen.
Gibt aber auch zu: „Ich habe die letzten Jahre mit einem weinenden Auge verfolgt. Weil ich 2006 ohne Grund gehen musste, der Trainer ein halbes Jahr später weg war und der Abstieg 2007 folgte.“
Strasser: „Aber die Liebe zur Borussia besteht weiterhin.“ Er lobt: „Favre hat etwas Unglaubliches aufgebaut, die Mannschaft macht das perfekt. Sie gewinnen auch in Berlin - nach 90 Minuten.“
Und wenn nicht? „Dann haben sie mit ter Stegen einen Elfmeterkiller und mit Daems einen sicheren Schützen, der Verantwortung übernimmt.“
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