Empfehlen | Drucken | Kontakt21.11.2011 - 15:58 Uhr

Dreierpack in 28 Minuten: Marco Reus ballert sich in Geschichtsbücher

Marco Reus ballert sich in die Geschichtsbücher.
Marco Reus ballert sich in die Geschichtsbücher.
Foto: dpa
Mönchengladbach –  

Der Woody-Wahnsinn geht weiter! Doppelpack gegen Hannover und Hertha, nun der Dreierpack in 28 Minuten gegen Bremen.

Marco Reus ballert sich in die Geschichtsbücher. Solch einen Tor-Lauf hat zuvor kein Profi in Borussias Bundesliga-Historie gehabt.

Gladbach spielt mit Magier Marco Zauberfußball und tanzt brasilianisch Bremen aus. „Wollt ihr die Liga auseinandernehmen?“, fragt ihn Werder-Profi Lukas Schmitz. Reus ist in der Form seines Lebens, wird bei seiner Auswechslung so frenetisch gefeiert und verehrt wie Superstar Lionel Messi in Barcelona.

Ein kleiner VfL-Fan läuft dem 22-Jährigen bis zu seinem Nobel-Jeep hinterher und ruft stolz: „Marco, du bist eine Tormaschine und mein Idol.“ Reus grinst: „Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht gegen Bremen, nicht nur mir, sondern der ganzen Truppe. Wir haben uns in einen Rausch gespielt.“

Und weiter: „Wir haben im Moment solch ein Selbstbewusstsein, dass wir uns durch nichts aus der Ruhe bringen lassen.“

Auch nicht vom neuesten Schmeichel-Singsang der Bayern-Sirene Kalle Rummenigge, der Torpedo Reus mit aller Macht sofort an die Isar locken will. Reus: „Was soll ich dazu noch sagen? Ich kann nicht beeinflussen, wie die zu Werke gehen. Ich stecke nicht in deren Köpfen drin. Ich fühle mich sehr, sehr wohl bei Borussia.“

Kollege Mike Hanke verrät: „Bei uns der Kabine ist das mit Bayern kein Thema, wir scherzen da ab zu mal drüber. Auch Marco berührt das nicht wirklich.“ Selbst Borussias Bosse lächeln gelassen.

Präsidiums-Mitglied Hans Meyer: „Es liegt kein Angebot für den Jungen vor, nicht mal eine Anfrage. Sein Vertrag ist geklärt, wir haben ein Wörtchen mitzureden.“

Dass sich laut einer Vertrags-Klausel Marcos Ablöse von derzeit rund 18 Millionen mit jedem weiteren Jahr in Gladbach um drei Millionen verringert, lässt Meyer kalt: „Geld haben wir genug. Wenn er uns durch seine Leistungen den europäischen Wettbewerb garantiert, dann lohnt es sich doch.“

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