Empfehlen | Drucken | Kontakt07.04.2011 - 20:28 Uhr

Tobias Levels: Das traurigste Derby für Borussias Terrier

Von ACHIM MÜLLER
Im Hinspiel biss sich Tobias Levels noch gegen Fabrice Ehret durch - diesmal bleibt wohl nur die Bank.
Im Hinspiel biss sich Tobias Levels noch gegen Fabrice Ehret durch - diesmal bleibt wohl nur die Bank.
Foto: Ovelgönne
Mönchengladbach –  

Es war die geilste Derby-Sause seit Jahren! Mitten drin: Tobias Levels.

Nach der 4:0-Demütigung der Kölner im Hinspiel kostete der Ur-Borusse den Triumph in der FC-Arena in vollen Zügen aus, tanzte wie im Rausch vor dem Gladbacher Fan-Block, reckte die Faust gen Himmel und zeigte den Fans immer wieder mit den Fingern das Endergebnis - Ekstase pur eben.

„Für solche Momente arbeitet man als Sportler ein ganzes Leben. Unbeschreiblich“, strahlte der Terrier damals und tröstete noch auf dem Platz seinen völlig bedröppelten Kumpel Lukas Podolski: „Der versucht da alles, ist eine Riesen-Identifikationsfigur in Köln. Es fluppt bei denen nicht.“

146 Tage später sieht die rheinische Fußball-Welt allerdings ganz anders aus. Prinz Poldi und seine Kölner blicken vor dem 78. Derby am Sonntag im Borussia-Park längst von Platz elf schadenfroh auf Levels und die Laternen-Fohlen hinunter.

Und während FC-Coach Frank Schaefer aus Podolski wieder einen Knipser (12 Buden, davon 8 in der Rückrunde) gemacht hat, steckt Levels unter Lucien Favre in einer Formkrise, wurde sogar auf die Ersatzbank degradiert.

Die Heimblamage gegen Lautern erlebte Vorzeigekämpfer Tobi fassungslos von draußen. In München musste der Rechtsverteidiger hilflos mit ansehen, wie nach dem Fehlpass von Reus sein Konkurrent Tony Jantschke gegen Robben stümperhaft die 0:1-Pleite mitverschuldete.

Nun droht dem Ur-Borussen Levels ausgerechnet im Derby gegen Köln wieder das Los des Zuschauers. Es wäre die Höchststrafe!

Doch noch hat der traurige Terrier nicht aufgegeben. Tobi bissig: „Es geht um wichtige drei Punkte, die wir brauchen, um uns am Leben zu halten. Man möchte in jedem Spiel dabei sein. Schade, wenn ich nicht dabei sein würde. Ich werde im Training weiter hart arbeiten.“

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