„Große Schmerzen haben ich keine mehr. Aber wir lassen die Nase vorsichtshalber röntgen“, brummte Borussias Abwehrchef Dante nach dem Auslaufen, sprang in seinen weißen Luxus-BMW und düste zum Arzt.
Team-Doc Stefan Hertl nach der Untersuchung: „Dantes Nase ist gebrochen, aber sie steht gut. Er erhält eine Maske und wird nicht operiert.“ Weil der Fohlen-Rocky nach dem fiesen Tritt von Hoffenheims Mlapa seinen stark blutenden Riecher erst auf dem Platz und dann vor dem Spiegel in der Kabine selbst richtete.
„Nicht zum ersten Mal. Das habe ich auch in Brasilien und in Belgien schon gemacht“, bewies Dante Nehmer-Qualitäten. Bei Borussia wird alles dafür getan, dass der Abwehrchef im Strohhalm-Duell bei Werder Bremen wieder einsatzbereit ist. Hertl: „Er kann mit Maske trainieren und spielen. Oder auch ohne, je nachdem, wie es ihm geht.“
Auf Kämpfer Dante kann Borussia nicht verzichten! Irre, wie der Brasilianer beim 2:0 gegen Angstgegner Hoffenheim trotz schlimm blutender Nase und höllischer Schmerzen von Lucien Favre gezwungen werden musste, den Rasen drei Minuten vorm Abpfiff zu verlassen.
„Ich wollte nicht runter. Aber die Nase hat immer weiter geblutet,“, verriet der Fohlen-Rocky. Mit seiner bis dahin starken Leistung und der Härte gegen sich selbst beeindruckte Dante auch Scouts aus Marseille und Valencia, die ihn auf der Tribüne beobachteten.
Beim Abstieg kann er nach EXPRESS-Informationen eine Ausstiegsklausel ziehen und für 8 Millionen Euro Ablöse gehen. Dante fühlt sich aber wohl bei Borussia, treibt seine VfL-Kollegen unentwegt an: „Es muss so weitergehen. Wir müssen in Bremen punkten, möglichst dreifach. Uns erwartet ein sehr hartes Match,wir müssen dort alles geben.“
Das EXPRESS-Interview mit Borussias Publikums-Liebling.
Wieso tun Sie sich das an?
Ich will einfach nicht vom Platz und helfe mir deshalb auf diese Weise. Wichtig sind aber die drei Punkte und nicht meine Nase.
Dem 2:1 gegen Schalke folgte das 2:0 gegen Hoffenheim. Ist Gladbachs Heimstärke wieder da?
Hoffentlich, wir haben nun das zweite Spiel hier hintereinander gewonnen. Momentan haben wir ein gutes Gefühl hier und spielen sehr selbstbewusst zu Hause.
Was hat sich unter Lucien Favre geändert?
Das ist schwer zu sagen, er hat viel mit uns in den letzten Tagen gesprochen und gibt uns viel Selbstvertrauen. Das spürt die Mannschaft und hoffentlich rufen wir diese gute Leistung auch in Bremen ab.
Ihr Team hat gegen Hoffenheim nicht viel zugelassen, erstmals zu null gewonnen.
Ja, so muss es einfach weitergehen. Wir müssen auch in Bremen punkten, wenn möglich dreifach. Werder Bremen befindet sich ebenfalls im Abstiegskampf und es wird ein sehr hartes Match.
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