Sie fielen mit 25.000 sangesfreudigen Fans im Borussia-Park ein. Wollten vorzeitig die Deutsche Meisterschaft feiern. Am Tag des Bieres in Dortmund die Nacht zum Tag machen.
Doch nach 92 umkämpften Minuten und dem 0:1 bei den Fohlen war die schwarz-gelbe Wand in Gladbach mucksmäuschenstill. Ihre Idole schlichen geschlagen vom Platz. Die Titelfeiern in der Bierstadt wurden abgeblasen. Dortmund trauert. Gladbach jubelt. „Wir sind an der Latte, dem Pfosten und am überragenden Torhüter ter Stegen gescheitert“, hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp an dem Rückschlag schwer zu schlucken.
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Doppelkater für Dortmund: Erst sahen die Spitzenreiter beim Eintreffen im Stadion auf den Videowänden, wie Verfolger Leverkusen mit dem 2:1 gegen Hoffenheim die Hoffnung auf den Oster-Titelgewinn zerstörte. Deshalb mussten die extra angefertigen Meister-T-Shirts im Bus bleiben. Dann luden Sahin-Vertreter Toni da Silva mit einem katastrophalen Fehlpass und Neven Subotic mit einem unfassbaren Aussetzer Mo Idrissou zum Tor des Tages ein.
TV-Experte Stefan Effenberg: „Subotic ist vor Idrissou und hat den Ball noch vor sich. So ein Zweikampfverhalten darf nicht passieren. Solche Fehler sieht man in der Zweiten Liga oder im Amateurbereich.“
Der BVB-Innenverteidiger nahm die Niederlage auf seine Kappe: „Die Gladbacher standen defensiv gut und haben uns das Leben sehr schwer gemacht. Bei einem ihrer wenigen Konter mache ich den Fehler. Das war nicht unsere beste Halbzeit, wir wollten anders auftreten, das ist uns dann erst nach der Pause gelungen, aber für das Unentschieden hat es nicht gereicht.“
Der Vorsprung des Spitzenreiters ist auf fünf Punkte zusammen geschmolzen, geht jetzt noch mal die große Flatter los? Klopp fängt schon an zu rechnen: „Wir haben auch noch das bessere Torverhältnis.“ Für Kollege Lucien Favre, der Gladbach mit dem vierten Sieg in seinem fünften Heimspiel neues Leben einhauchte, steht aber fest: „Der BVB wird trotzdem Meister.“
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