Einsam dreht Jean-Sébastien Jaurès seine Runden im Borussia-Park.
Während Lucien Favre die Laternen-Fohlen lautstark auf die „Mission Impossible“ am Samstag beim FC Bayern einpeitscht, muss Jaurès fernab der Truppe wieder einmal eine Sonderschicht mit Physio Andy Bluhm einlegen.
Und der Linksverteidiger wird wohl auch nie wieder ins Team-Training der Gladbacher Profis zurückkehren, steht bereits als Abgang fest. Dem EXPRESS verrät er: „Meine Karriere ist vorbei. Ich habe große Probleme mit den Knien, das Knorpelgewebe ist weg.“
Sportinvalide - was für ein Schicksalsschlag für den Franzosen! Jaurès hat seit 333 Tagen kein Pflichtspiel mehr bestritten. In dieser Saison kam er noch gar nicht zum Einsatz. Manche Fans haben ihn nur auf dem Mannschafts-Foto zu sehen bekommen.
„Das ist schlimm für mich! Ich habe nicht helfen können, nur auf der Tribüne gesessen. Das tut furchtbar weh. Ich würde so gerne spielen, aber es geht nicht. Ich habe keine andere Wahl als aufzuhören. Mein Vertrag läuft im Sommer aus, dann ist Schluss.“
Jaurès war 2008 zum VfL gekommen, bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Jaurès offenbar mit den Knie-Gelenken zu kämpfen. Die Folge: Insgesamt nur 20 Liga-Spiele und drei Einsätze im DFB-Pokal für Borussia! Eine Flop-Bilanz – weil der Körper streikt.
In Frankreich haben sie Jaurès (236 Spiele für Auxerre, Meister und Pokalsieger) in anderer Erinnerung, in seine Heimat will er auch zurückkehren. Jaurès: „Ich will das Trainer-Diplom machen.“
Raffael: Neapel statt Gladbach
Borussen-Coach Lucien Favre würde seinen ehemaligen Musterschüler Raffael nur zu gerne zu den Fohlen lotsen, aber daraus wird wohl nichts.
Gladbach holt Stürmer Mlapa aus Hoffenheim
Sportdirektor Max Eberl hat den deutschen U21-Nationalspieler Peniel Mlapa (21) von 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der Stürmer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016.
Xhaka: „Borussia wichtiger als Olympia“
„Das ist Xhaka? Der ist ja supersüß!“ Als Rekord-Einkauf Granit Xhaka zur offiziellen Vorstellung im Borussia-Park vorfährt, geraten einige weibliche Fohlen-Fans gleich ins Schwärmen.