Wenn „Hennes“ Lucien Favre auf Marco Reus angesprochen wird, kriegen die Augen des Mönchengladbacher Trainers ein besonderes Leuchten: „Manchmal ist das mit ihm wie auf der Playstation. Dann denke ich: Wie hat er das jetzt wieder gemacht?“
Reus wirbelt nicht nur auf dem Rasen raketen-geil, sondern zockt auch auf der Playstation 3 so ziemlich jeden Gegner ab. „Bei Fifa 11 ist er ein ganz Großer“, grinst Kumpel Roman Neustädter.
Marco daddelt dann immer den englischen Premier-League-Klub Arsenal London. „Ich mag einfach die Art und Weise, wie dieser Klub Fußball spielt“, verrät der 22-Jährige. Hält der sensationelle Höhenflug der Fohlen an, spielt Reus vielleicht schon bald in der Realität gegen seinen Lieblings-Klub.
Gladbach hat sich mit nun 16 Punkten nach sieben Spielen auf einem Champions-League-Platz eingenistet. „Ich schaue nur von Spiel zu Spiel. Ob ich mit der Borussia mal Europapokal spiele, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, tritt Reus auf die Euphorie-Bremse.
VfL-Knipser Igor de Camargo hat schon Champions- und Europa-League gespielt – und schwärmt seinen Kollegen vor: „Viele unserer Spieler kennen den Europapokal nur von der Play-
station. Ich kann nur sagen, es lohnt sich, jeden Tag sehr hart dafür zu arbeiten.“
Deshalb wollen die Borussen am Samstag in Freiburg den nächsten Gegner aufmischen. „Das Ziel ist, dort die drei Punkte zu holen“, fordert Stürmer Mike Hanke. Borussia habe einen Lauf, das müsse man ausnutzen.
Mike: „Wir müssen die positive Spannung, die wir jetzt haben, aufrechterhalten und mit unserer Aggressivität das Glück erzwingen.“ Mit Schalke hat Hanke auch schon mal Europa-Cup-Luft geschnuppert.
„In einer ruhigen Minute darf mal geträumt werden, wenn es am 33. oder 34. Spieltag immer noch so ist, können wir darüber reden“, hält Mike den Ball flach.
Gibt dann aber auch zu: „Wenn ich im Moment auf die Tabelle schaue, genieße ich es einfach nur.“
Raffael: Neapel statt Gladbach
Borussen-Coach Lucien Favre würde seinen ehemaligen Musterschüler Raffael nur zu gerne zu den Fohlen lotsen, aber daraus wird wohl nichts.
Gladbach holt Stürmer Mlapa aus Hoffenheim
Sportdirektor Max Eberl hat den deutschen U21-Nationalspieler Peniel Mlapa (21) von 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der Stürmer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016.
Xhaka: „Borussia wichtiger als Olympia“
„Das ist Xhaka? Der ist ja supersüß!“ Als Rekord-Einkauf Granit Xhaka zur offiziellen Vorstellung im Borussia-Park vorfährt, geraten einige weibliche Fohlen-Fans gleich ins Schwärmen.