Empfehlen | Drucken | Kontakt27.09.2011 - 22:15 Uhr

Borussia-Boss: Königs: „Das ist kein Wunder, das ist wunderbar!“

Von ACHIM MÜLLER
Gut gelaunt: Borussia-Boss Rolf Königs.
Gut gelaunt: Borussia-Boss Rolf Königs.
Foto: dpa
Mönchengladbach –  

Rolf Königs ist der Big Boss bei Borussia Mönchengladbach. Seit 1999 ist der 70-Jährige bei den Fohlen, erst als Vizepräsident, seit 2004 als Präsident.

Während seiner Amtszeit ist Königs wiederholt wegen der sportlichen Entwicklung kritisiert worden, der sensationelle Höhenflug der Borussen in der Bundesliga lässt daher auch den Präsidenten strahlen – und den Kontakt mit den Fans suchen. Am Dienstag weihte er in Gladbach einen neuen Bolzplatz ein. Das EXPRESS-Interview.

Rolf Königs im Interview

Haben Sie in Ihrer Jugend auch auf einem Bolzplatz gekickt?

Rolf Königs: Selbstverständlich, wie wohl fast jeder hier in dieser Region. Darauf bin ich groß geworden. Das waren früher aber richtige Acker.

Sie haben Marco Reus mitgebracht. Ist er ein besonderer Spieler, gerade für die Jugend?

Auf jeden Fall. Reus ist ein typischer Borusse, ein typisches Fohlen. Mit ihm identifizieren sich unsere Fans. Wir haben für die Jugend sehr viel übrig und tun einiges in diesem Bereich.

Hinter Borussia liegen turbulente Wochen und Monate…

Wir haben Gott sei Dank den Klassenerhalt geschafft. Wir sind glücklich, dass wir so gut in die Saison gestartet sind. Das ist eine gute Basis - so wollen wir weitermachen. Daher konzentrieren wir uns jetzt auf Freiburg. Da wollen wir was holen.

Ist das, was bei Borussia geschieht, ein Wunder?

Viele sagen ja, es gibt keine Wunder, es gibt auch keine Zufälle. Also ich würde sagen, das ist wunderbar, was wir da miteinander geschafft haben.

Was ist das Erfolgs-Geheimnis?

Wir sind eine Einheit, das gesamte Team bei Borussia. Wir haben die gleiche Denke.

Was noch?

Wir haben alles darangesetzt, um unsere Spitzenspieler halten zu können, wir haben sie nicht weggegeben und nicht verkauft. Das war unser erklärtes Ziel - und jetzt zahlt sich das aus. Das ist die Kontinuität, die zur Stabilität und letztendlich zum Erfolg führt.

Welchen Anteil hat Trainer Lucien Favre?

Er arbeitet sowohl im taktischen als auch Motivationsbereich. Das ist ein Paket. Er ist im Detail drin und arbeitet unheimlich viel für den Erfolg. Wenn sie die Trainingseinheiten beobachten, wie er da mittendrin ist beim Training und die Dinge, die nicht in Ordnung sind sofort korrigiert – das wissen die Spieler. Deshalb hören sie nicht nur auf ihn, sondern machen auch das, was er von ihnen verlangt.

Sind Sie jetzt die Bayern-Jäger und spielen nächstes Jahr Champions-League?

Nein, wir müssen ganz vernünftig bleiben und nicht überschnappen oder durchdrehen. Wir haben noch eine lange Saison vor uns, es sind erst sieben Spiele hinter uns.

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