„Von denen lasse ich mir unser schönes Stadion nicht kaputt machen“, schimpft Rolf Königs in seiner Loge schon mal auf die Laternen-Fohlen.
Original-Ton des VfL-Imperators. 112 Tage am Tabellenende zerren an den Nerven von Borussias Boss. Der 69-Jährige litt bei den Abstiegen 1999 und 2007 mit und spürt jetzt frappierende Parallelen.
Deshalb versetzte ihn auch das Ende des Heim-Fluchs, das 2:1 gegen Schalke, nicht in Feierlaune. Eine halbe Stunde nach dem ersten (Pflicht-) Erfolg seit 317 Tagen im eigenen Stadion kam Königs allein aus der Präsidenten-Loge.
Fuhr mit dem Fahrstuhl runter ins Foyer des Borussia-Parks und verschwand durch den Ausgang. Der 1:2-Rückschlag in Wolfsburg bestätigt seine Skepsis.
Königs meidet öffentliche Auftritte. Lässt beim Pflicht-Termin, wie der Präsentation des Frauen-WM-Motivwagens, Vize Rainer Bonhof oder OB Norbert Bude den Vortritt. „Einer von diesem Trio fährt beim Veilchendienstagszug mit“, sagt Elmar Esser vom Marketing der Stadt geheimnisvoll.
„Das tuppen wir beim Skat aus“, verkündet Mönchengladbachs Oberbürgermeister und schickt hinterher: „Wenn Borussia den Dreier gegen Hoffenheim holt, sind alle drei dabei.“
Bude bläst zur jecken Fohlen-Jagd auf den Angstgegner, der im neunten Anlauf endlich geschlagen werden muss. Gladbachs Prinzenpaar kommt als Glücksbringer - wie schon beim 1:0 in Frankfurt Los Borussen, ballert den Boss zum Zoch! Nur nach einem Sieg klettert Königs auf den Frauen-WM-Wagen und wirft Kamelle beim Veilchendienstagszug.
„Wir müssen gewinnen und endlich eine Serie starten“, fordert Abwehrchef Dante und formuliert das neue Strohhalm-Ziel: „Wir sollten uns ganz auf den Relegationsplatz konzentrieren. Dazu fehlen uns fünf Punkte. Die sind aufzuholen.“
Raffael: Neapel statt Gladbach
Borussen-Coach Lucien Favre würde seinen ehemaligen Musterschüler Raffael nur zu gerne zu den Fohlen lotsen, aber daraus wird wohl nichts.
Gladbach holt Stürmer Mlapa aus Hoffenheim
Sportdirektor Max Eberl hat den deutschen U21-Nationalspieler Peniel Mlapa (21) von 1899 Hoffenheim verpflichtet. Der Stürmer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016.
Xhaka: „Borussia wichtiger als Olympia“
„Das ist Xhaka? Der ist ja supersüß!“ Als Rekord-Einkauf Granit Xhaka zur offiziellen Vorstellung im Borussia-Park vorfährt, geraten einige weibliche Fohlen-Fans gleich ins Schwärmen.