Wenn die gute, alte Dame Hertha ruft, steigt für Borussias Mittelfeldmotor Thorben Marx das Spiel des Jahres. „Ich habe schon einige Begegnungen in Berlin hinter mir. Aber diese Duelle werden für mich immer etwas Besonderes bleiben. Es kribbelt noch“, gibt der 30-Jährige zu.
Kein Wunder: Thorben ist in Berlin geboren und aufgewachsen, reifte bei Hertha zum Bundesliga-Profi, in der Hauptstadt leben viele seiner Freunde, auch die Eltern. Seine alte Wohnung hat er immer noch.
Wenn der Job es zulässt, stattet Marx Berlin gerne einen Besuch ab. Vergessen, in welchen Szene-Klubs der Bär tanzt, hat er nicht. „Da gibt es sicherlich einige Läden, wo man gut feiern kann“, grinst Marx, der sich mit seiner Familie am Niederrhein inzwischen „superwohl“ fühlt.
Zumal letzten Winter mit Mike Hanke einer seiner besten Kumpel bei Borussia angeheuert hat. Marx: „Wir machen viel zusammen, fahren mit den Familien auch schon mal gemeinsam in Urlaub.“
Nur zu gerne würde er daher am Samstag beim „Heimspiel“ in Berlin mit Mike zusammen in der Startelf stehen – dafür muss aber Coach Lucien Favre mitspielen. Der hat nämlich in dieser Saison die Wechsel-Sechs eingeführt: Mal spielt Marx, mal Havard Nordtveit neben Roman Neustädter.
Thorben: „Als Profi willst du jedes Spiel dabei sein. Dafür sind gute Leistungen erforderlich – und die versuche ich genau wie Howie zu zeigen. Ich denke, im Moment sind wir gleich auf – wir lassen uns überraschen, wie es am Wochenende aussieht.“
Der Konkurrenz-Kampf störe aber nicht das Kabinen-Klima. „Wir sind keine Dreckschweine. Im Training und bei den Spielen geht es richtig zur Sache, jeder will seinen Platz verteidigen. Privat kommen wir aber gut miteinander aus.“
Für Samstag hat Marx zwei große Ziele: Von Beginn an spielen und der alten Liebe wehtun. „Es wird verdammt schwer für uns, aber die drei Punkte sind das Ziel. Danach kann Hertha von mir aus alle Spiele gewinnen.“
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