Juan Arango? Schulterprellung! Martin Stranzl? Platzwunde am Hinterkopf! Dante? Tritt auf die Lippe! Marc-Andrè ter Stegen? Rippenprellung! Filip Daems? Mittelfußprellung!
Von der Schlacht in Augsburg kehrt Borussia nicht nur mit einem bitteren 0:1, sondern auch mit fünf Verletzten zurück. Die Aufsteiger feiern mit Nikolausmützen vorgezogene Weihnachten.
Für die Elf vom Niederrhein ist eine brutal böse Bescherung. Die Fohlen vom Tabellenletzten verkloppt und gestoppt. „Es war ein körperbetontes Spiel, aber nicht überhart. Augsburg hat das mit taktischen Fouls clever gemacht“, sagt Stranzl.
„Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, dadurch nicht ins Spiel gefunden und uns den Schneid abkaufen lassen.“ Er wurde nach Callsen-Brackers Luft-Attacke erst mit vier Klammern von Vereinsarzt Dr. Stefan Porten getackert und später mit vier Stichen genäht.
„Schmerzen habe ich keine mehr“, gibt Borussias Abwehrchef am Morgen danach Entwarnung. Statt Auszulaufen fahren ter Stegen (Ellenbogen-Check von Mölders) und Daems (Schlag auf das Sprunggelenk) zur Röntgen-Kontrolle ins Krankenhaus – gebrochen ist bei beiden nichts.
Tor-Knecht Callsen-Bracker: „Es ist natürlich bitter für Borussia, dass Marco Reus momentan ausfällt. Wenn man seine Scorerpunkte (10 Treffer + 3 Vorlagen) sieht, ist er der entscheidende Mann. Der Reus-Ausfall war gut für uns.“ Nur 5 Schüsse aufs FCA-Tor gelangen Gladbach - die Rakete allein zündet in 90 Minuten mehr.
Stranzl: „Marco ist ein wichtiger Spieler und setzt Akzente. Wir wünschen uns, dass er schnell fit wird und uns wieder helfen kann.“ Möglichst schon Sonntag gegen Mainz.
Reus sagt: „Wir haben uns der Augsburger Spielweise angepasst und nicht mehr zu unserem Spiel gefunden. Es war schwer und einfach nicht unser Tag. Wir haben aber bisher eine gute Hinrunde gespielt und müssen jetzt daraus lernen. Gegen Mainz wollen wir natürlich zu Hause gewinnen.“ Mit Marcos 11. Saisontor?
Raffael: Neapel statt Gladbach
Borussen-Coach Lucien Favre würde seinen ehemaligen Musterschüler Raffael nur zu gerne zu den Fohlen lotsen, aber daraus wird wohl nichts.
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