Empfehlen | Drucken | Kontakt24.11.2011 - 15:21 Uhr

Beister-Reus-Treffen Teil II: Reus-Ritual: „Ich hüpfe wie ein Osterhase aufs Feld“

Von VOLKER GEISSLER und ACHIM MÜLLER
Fortuna-Blitz Maximilan Beister (21) und Borussia-Rakete Marco Reus (22) vor dem Mönchengladbacher Palace-St. George-Hotel, in dem EXPRESS die beiden Torjäger an einen Tisch bat.
Fortuna-Blitz Maximilan Beister (21) und Borussia-Rakete Marco Reus (22) vor dem Mönchengladbacher Palace-St. George-Hotel, in dem EXPRESS die beiden Torjäger an einen Tisch bat.
Foto: Jan Ovelgönne
Gladbach –  

Fortuna-Blitz Maxi Beister trifft Borussia-Rakete Marco Reus - Teil zwei.

Sehen Sie das positiv, in einer Generation mit vielen guten Profis zu spielen oder ärgert man sich, nicht zehn Jahre früher geboren worden zu sein?

Reus: Ich bin froh, dass ich meine ersten Länderspiele gemacht habe. Du spielst mit den besten deutschen Spielern zusammen. Özil, Götze – das ist Weltklasse, es macht einfach Spaß.

Du kannst den Fußball spielen, den du schon immer erträumt hast – fast wie Barcelona. Man hat auch gegen Holland gesehen, dass wir richtig gut gespielt haben, dass wir uns weiterentwickelt haben und ein Stück näher an Spanien gerückt sind.

Wer wird eher Europameister?

Beister: Bei Marco stehen die Chancen wohl besser, weil die 2012 schon spielen, qualifiziert sind. Wir haben mit der U 21 noch die Play-offs vor uns, dass wird auch nicht einfach. Da ist der Marco wohl im Vorteil.

Und wenn es zeitgleich wäre?

Beister: Schwer zu sagen. Die U21 hat auch viel Qualität, Holtby, Gündogan, Rudy, das sind alles gestandene Erst-Liga-Spieler, die auch schon in der A-Nationalelf standen.

Haben Sie Rituale, die die aktuellen Erfolge unterstützen?

Beister: Ich habe schon ein paar Dinge. Zum Beispiel ziehe ich mir immer zuerst den linken Schuh an und zuerst den rechten Schienbeinschoner. Die linke Socke, das ist alles automatisiert.

Reus: Wenn wir einlaufen, gehe ich immer zuerst mit dem linken Fuß aufs Spielfeld. Zweimal, ich hüpfe da wie so ein Osterhase rum. Sonst ziehe ich mir immer den rechten Schuh zuerst an – aber da mache ich mir keine Gedanken drüber.

Auch im Pokal sind Sie erfolgreich wie lange nicht mehr.

Reus: Ein schönes Gefühl, kurz vor Weihnachten kann man sich beschenken, auch die Fans. Wir gehen ins Hotel, schauen Düsseldorf gegen Dortmund, haben dann unser Spiel, ausverkauftes Haus, alles ist möglich – was willst du mehr?

Beister: Es zeigt, dass die Leute wieder auf Düsseldorf schauen und merken: Die sind wieder etwas im deutschen Fußball. Wenn wir drei Tore kassieren, ist keiner sauer, weil das alle erwarten. Schaffen wir die Überraschung, können wir in die Geschichtsbücher eingehen. Es ist das größte Spiel seit langem in der Vereinsgeschichte.

Reus oder Beister – wer hat die Nase vorn? Diskutiert mit auf www.facebook.com/EXPRESS.Duesseldorf.

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