Empfehlen | Drucken | Kontakt11.03.2011 - 21:58 Uhr

Gegen die Abstiegsangst: Bailly in Bremen zwischen Himmel und Hölle

Von AXEL STRÖTKER, ACHIM MÜLLER und MANUEL DIAZ
Dieses Duell wird es auch heute geben: Marko Marin versucht Logan Bailly zu überwinden.
Dieses Duell wird es auch heute geben: Marko Marin versucht Logan Bailly zu überwinden.
Foto: Getty
Mönchengladbach –  

„Wenn wir in Bremen verlieren, ist es für mich praktisch vorbei“, redet Borussen-Veteran Hans-Jörg Criens in Sachen Abstieg Klartext. Die Laterne-Fohlen dürfen also am Samstag (18.30 Uhr) im Überlebens-Duell gegen Werder nicht erneut von einem direkten Konkurrenten eins auf die Nuss bekommen wie zuletzt in Wolfsburg.

Vor allem ein Borusse rückt beim Abstiegs-Vorentscheider in den Blickpunkt: Logan Bailly. Gelingen dem Keeper gegen die hanseatische Offensiv-Wucht ähnliche sensationelle Paraden wie am 14. Februar 2009, als Bailly mit einer Weltklasse-Leistung Pizarro & Co. beim 1:1 schier zur Verzweiflung brachte, kann Gladbach auf das Weser-Wunder hoffen.

„Wenn wir die Leistung aus dem Hoffenheim-Spiel abrufen, haben wir eine Chance“, glaubt Bailly, der in den bisherigen Duellen gegen Bremen schon durch Himmel und Hölle gegangen ist.

Unter Retter Hans Meyer feierten die Borussen Logan einst im Weserstadion als „Übermann“ und Garant für den Klassenerhalt, bei der 1:4-Klatsche im Hinspiel wurde der 25-Jährige von den eigenen Fans mit höhnischem Gelächter aus der Schießbude applaudiert.

Seit Fohlen-Schleifer Lucien Favre in Gladbach das Sagen hat, ist Bailly wieder zurück zwischen den Pfosten. „Ich vertraue ihm“, sagt Favre. Bailly blüht unter dem neuen Trainer auf, das Selbstvertrauen kehrt zurück.

Unterstützung bekommt Logan auch von der belgischen Nationalmannschaft, Co-Trainer Marc Wilmots hat den Schlussmann schon beobachtet. Bailly: „Wichtig ist aber jetzt nur der Klassenerhalt. Durch gute Leistungen bei Borussia kann ich mich natürlich auch für mein Land empfehlen.“ Und für den FC Sevilla, bei dem ihn sein Berater zur nächsten Saison angeboten hat. Warum nicht am Samstag mit einem Himmel-Spiel in Bremen…

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