Bei Borussia boxte sich Flutschfaust Logan Bailly mit dem Eigentor zum 0:1 gegen Kaiserslautern auf die Tribüne. Vor der zwölften Strafkammer des Justizpalastes in Lüttich beantragte der Staatsanwalt sechs Monate Gefängnis auf Bewährung für den 25jährigen Familienvater.
Bailly war am 7. Mai 2008 als Torhüter von Genk in eine Schlägerei bei der Meisterfeier von Standard Lüttich geraten. Er muss sich für Tritte und einen Kopfstoß verantworten, der dem Opfer das Nasenbein brach.
„Es war Notwehr“, behauptet Baillys Anwalt Frederic Bovy. „Logan wurde provoziert, bepöbelt und angegriffen.“ Sein älterer Bruder Arnoud soll für einen Kopfschlag gegen ein weiteres Opfer, das bleibende Schäden erlitten haben soll, sogar zwei Jahre in den Knast - ohne Bewährung.
Anwalt Bovy plädierte: Freispruch für Logan und caritative Strafarbeit des Bruders. Das Urteil wird am 6. Juni gesprochen. Im Zivilprozess sollen Logan 250 Euro Schadensersatz und Arnoud 2500 zahlen.
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