Findet Marco Reus endlich den Weg zum Nationalteam?
Bundestrainer Joachim Löw hat den Mönchengladbacher diesmal zur Sicherheit persönlich unter die Lupe genommen, auf eine gemeinsame Anreise zum Treffen der Nationalmannschaft heute in Mainz haben der Coach und sein bisher verhinderter Debütant aber verzichtet.
So bleibt die spannendste Frage vor den sportlich bedeutungslosen EM-Qualifikationsspielen am Freitag in Istanbul gegen die Türkei sowie vier Tage später gegen Belgien in Düsseldorf (19.00 Uhr, ZDF): Kommt Reus oder kommt er nicht?
„Diesmal wird Marco kommen, da bin ich ganz sicher“, sagte Löw, der Reus am Samstag in Freiburg bei seiner unglücklichen Vorstellung beim 0:1 von Borussia Mönchengladbach gegen den SC beobachtet hatte. Auch der Jungstar, der Löw zuletzt viermal verletzungsbedingt absagen musste, will den „Running Gag“ nach seinen Berufungen endlich beenden. „Diesmal ist alles okay. Wann ich spiele ist egal. Die Hauptsache ist, dass ich überhaupt irgendwann mein Debüt feiere“, äußerte Reus, der allerdings in Freiburg große Schwächen im Abschluss offenbarte.
So vergab der gebürtige Dortmunder in der Nachspielzeit die große Chance zum Ausgleich. Löw, dessen Auswahl sich bereits vor den ausstehenden beiden Partien für die EM-Endrunde im kommenden Jahr in der Ukraine und Polen qualifiziert hat, ging gnädig mit den Unzulänglichkeiten des Offensivspielers um. „Marco hat bei seinen Schussversuchen einfach kein Glück gehabt“, sagte der Bundestrainer: „Aber er sucht immer den Abschluss.“
Sein Gladbacher Trainer Lucien Favre lobt: „Marco ist unheimlich stark im Eins-gegen-Eins. Sollte er nun sein erstes Länderspiel machen, kann auch Borussia davon profitieren.“ Sein Appell: „Marco ist jetzt bereits reif für diesen weiteren Schritt nach vorne, er kann sich dort langsam etablieren. Ich begrüße das, das ist gut für seine Entwicklung.“ Jetzt muss er nur noch spielen...
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