Empfehlen | Drucken | Kontakt10.04.2011 - 21:19 Uhr

Derby-Desaster für den FC: 5:1! Fohlen überrennen die Geißböcke

Foto: Getty Images
Mönchengladbach –  

Borussia Mönchengladbach stemmt sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg. Ausgerechnet gegen den Erzrivalen 1. FC Köln lieferten die sonst so heimschwachen Borussen eine Glanzleistung ab: der 5:1-Sieg gegen die Gäste, er war auch ion dieser Höhe verdient.

Juan Arango (29. Minute), Marco Reus (34./39.), Kapitän Filip Daems (65./Handelfmeter) und Harvard Nordtveit (67.) sorgten vor 53.104 Zuschauern für den höchsten Heimsieg der Borussen seit 14 Jahren. Im November 1984 hatte der VfL in Köln ebenfalls 5:1 gewonnen. Für die Gäste verkürzte Milivoje Novakovic in der 50. Minute auf 1:3.

Verdienter Sieg: Gladbach bejubelt das 5:1 gegen Köln
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„Man kann sich nur bei den Leuten entschuldigen. Ich kann mich nur für meine Leistung entschuldigen", sagte ein sichtlich konsternierter FC-Kapitän Lukas Podolski. Auch FC-trainer Frank Schaefer fehlten angesichts der katastrophalen Auswärts-Vorstellung die Worte.

Ganz anders natürlich Lucien Favre. Der Borussen-Coach war glücklich, den letzten Strohhalm zum Klassenerhalt ergriffen zu haben.

FC-Kapitän Lukas Podolski entschuldigte sich nach der Partie bei den Fans.
FC-Kapitän Lukas Podolski entschuldigte sich nach der Partie bei den Fans.
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Im nicht ausverkauften Borussia-Park waren die Gastgeber von Beginn an die aktivere Mannschaft. Gladbach agierte druckvoll, attackierte früh und stand in der Abwehr sicher. Die Belohnung folgt nach einer halben Stunde: Hanke verlängerte eine Ecke von Reus mit dem Kopf, am langen Pfosten lauerte Arango und schoss aus sechs Metern durch Rensings Beine.

Wenig später erhöhte Reus nach erneuter Vorarbeit von Hanke aus spitzem Winkel auf 2:0, ehe der Nationalspieler noch vor dem Pausenpfiff seinen achten Saisontreffer folgen ließ. Der kaum zu bremsende Reus fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf mit einem Traumtor zur vermeintlichen beruhigenden 3:0.

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FC-Präsident Wolfgang Overath war stinksauer: „Das ist viel zu wenig. Die Einstellung der Mannschaft ist enttäuschen." Das Team schien es gehört zu haben, denn wie verwandelt kamen dann die bis dahin harmlosen Kölner aus der Kabine. Gladbachs Torwart Marc-André ter Stegen, der für den zuletzt schwachen Belgier Logan Bailly erstmals von Beginn an den Kasten hütete, stand mehr und mehr im Blickpunkt.

In der 50. Minute war der 18-Jährige, der insgesamt eine ordentliche Leistung zeigte, allerdings machtlos: Nach einer Hereingabe von Slawomir Peszko brauchte Novakovic den Ball nur noch über die Linie zu drücken.

Das Derby: Gladbach gegen Köln
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Die Druckphase der Kölner endete jedoch jäh, als Christian Eichner im eigenen Strafraum ein Handspiel unterlief. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Daems sicher zum 4:1. Zwei Minuten später war die Begegnung nach dem ersten Bundesliga-Tor von Nordtveit endgültig entschieden.

Wie aufgeheizt die Stimmung in beiden Fanlagern war, hatte sich schon vor Spielbeginn gezeigt: Im Kölner Block wurden zahlreiche bengalische Feuer abgebrannt. Rund um das Stadion blieb es dagegen weitgehend ruhig, die Polizei hatte die Situation mit rund 1000 Einsatzkräften im Griff. Ein flächendeckendes Alkoholverbot hatte es anders als vor anderthalb Jahren nicht gegeben.

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