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10.000 Fans auf nach Rom: Die große Fohlen-Pilgerfahrt

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Auf nach Rom! Rund 10000 Fans wollen die Borussia-Mannschaft in die Ewige Stadt begleiten.
Auf nach Rom! Rund 10000 Fans wollen die Borussia-Mannschaft in die Ewige Stadt begleiten.
Foto: imago sportfotodienst
Mönchengladbach –  

Alle Wege führen bekanntlich nach Rom. Und so reisen tausende Borussia-Fans Mittwoch oder Donnerstag mit dem Flieger, mit der Bahn, in Bussen oder sogar im Privat-Pkw in die italienische Hauptstadt.

Gladbachs größter Pilgerfahrt aller Zeiten: 9000, vielleicht auch 10.000 Anhänger der Fohlen-Elf werden ihre Mannschaft in die Stadt des scheidenden deutschen Papstes zum Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League bei Lazio begleiten. Nach dem 3:3 im Hinspiel wollen sie die Borussia zu einem kleinen Wunder treiben.

„Das ist die höchste Anzahl von Fans, die wir jemals bei einem internationalen Auswärtsspiel hatten. Das ist unglaublich“, sagt Borussias Fanbeauftragter Thomas „Tower“ Weinmann. Nur 1977 war es ähnlich: Da reisten knapp 7.000 Borussen-Fans ebenfalls nach Rom. Es ging aber um weit mehr: Es stand das Europapokal-Endspiel der Landesmeister gegen Liverpool an (1:3).

Auch in Italien wird die Völkerwanderung vom Niederrhein registriert. Die Corriere dello Sport titelte bereits: „Alarm – das Olympiastadion wird zum Borussia-Park.“

Die in Italien unbeliebte Europa League zieht einfach nicht. Angeblich hat Lazio im Vorverkauf erst rund 6000 Tickets an die eigenen Fans abgesetzt. Überhaupt ist der Zuschauerzuspruch von Lazio in der Europa League schwach: 14.500 Zuschauer verloren sich im Schnitt im riesigen Olympiastadion (72.698).

Die meisten Borussen-Fans machen sich im Flugzeug auf nach Rom. Sie reisen nicht nur aus Düsseldorf oder Köln an, sondern etliche auch aus Frankfurt, Berlin oder Amsterdam und Brüssel. Zudem machen sich 20 Busse auf den sehr langen Weg, für die Brenndorf-Fohlen aus Twistringen (bei Bremen) bedeutet das 1650 Kilometer – einfache Strecke.

„Wenn in Rom so viele Fans sind, wird uns das ungemein pushen. Das ist der Wahnsinn. Und das kann im Spiel noch wichtig werden“, ist Stürmer Mike Hanke begeistert. „Wenn ich Fan wäre, würde ich auch nach Rom fahren. Tolles Spiel, tolle Stadt – das kann man als Fan einfach genießen“, meint Verteidiger Oscar Wendt.

Angst vor Ausschreitungen oder den berüchtigten Lazio-Fans hat Weinmann nicht: „Wenn sich unsere Leute benehmen, erwarte ich da auch nichts von der anderen Seite. Und in Istanbul oder Marseille haben sich unsere Fans gut benommen“, sagt der Fanbeauftragte, der sich in Rom einen Roller nehmen wird, um schnell überall zu sein. Nur eine Sorge hat Weinmann: „Hoffentlich gibt es keinen Streik an den Flughäfen.“

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