Empfehlen | Drucken | Kontakt24.09.2011 - 20:21 Uhr

1:0 gegen Nürnberg: Fohlen siegen wie im Meisterjahr

Von AXEL STRÖTKER
Gladbach gegen Nürnberg: die Bilder
Mönchengladbach –  

„Wir haben gegen einen Tabellenführer verloren. Im Moment ist Borussia eine der besten Mannschaften!“ Nach dem 0:1 in Mönchengladbach adelte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking die Fohlen zur Elf der Stunde.

21 Torschüsse feuerten die stürmischen Borussen ab, der überragende Club-Keeper Alexander Stephan ließ nur einen Elfmeter-Treffer von Filip Daems zu.

„Es war ein bisschen Glück dabei, weil der Torhüter noch an den Ball kam“, meinte Gladbachs Kapitän zu seinem zehnten verwandelten Strafstoß. „Der war nicht so sauber geschossen wie sonst, aber es sind drei wichtige Punkte.“

Der dritte 1:0-Triumph im goldenen September, der Sprung an die Spitze für 88 Minuten bis zum Anpfiff des Abendspiels in München.

„Fertig machen zum Einhaken“, ordnete Stadionsprecher Torsten Knippertz nach dem Abpfiff an. Dann sangen und tanzten die Fohlen vor der feiernden Nordkurve, gingen auf eine vielumjubelte Ehrenrunde.

Der dienstälteste Borusse Daems: „So einen Lauf hatten wir zuletzt in der Zweiten Liga. In der Bundesliga haben sie das hier schon lange nicht mehr erlebt.“ 16 Punkte nach sieben Spieltagen – der beste Start der Fohlen seit der letzten Meister-Saison 1976/77.

„Meine Spieler dürfen träumen, was sie wollen. Aber ich bleibe realistisch“, sagt Erfolgscoach Lucien Favre. „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Wir spielen mit der gleichen Mannschaft, die mit viel Mühe gegen Bochum den Klassenerhalt geschafft hat. Wir müssen am Boden bleiben. Ich bedaure, dass wir nur einen Penalty verwandelt haben.“

Die mangelnde Chancenverwertung – der einzige Kritikpunkt an diesem schönen Nachmittag. Marco Reus (3), Juan Arango und Raul Bobadilla ließen fünf „Hundertprozentige“ aus.

Der agilste Borusse Reus holte aber auch mit einem Super-Solo den Strafstoß raus. Und auf Daems ist Verlass. Der Iceman formuliert Gladbachs größte Stärke (erst drei Gegentore): „Wir stehen stabil, lassen wenig zu und machen es alle zusammen gut. Wenn man die Bälle früh erobert, sind die Wege nach vorne nicht so lang.“

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