Empfehlen | Drucken | Kontakt10.12.2011 - 22:52 Uhr

0:1 in Augsburg: Jan-Ingwers Tor-Rache an der Borussia

Von AXEL STRÖTKER
Kampf um den Ball: Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen angelt sich die Kugel vor dem Augsburger Jan-Ingwer Callsen-Bracker.
Kampf um den Ball: Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen angelt sich die Kugel vor dem Augsburger Jan-Ingwer Callsen-Bracker.
Foto: dpa
Augsburg –  

Jos Luhukay jubelte nach dem 1:0 mit geballten Fäusten Richtung Gladbacher Trainerbank. Jan-Ingwer Callsen-Bracker entschuldigte sich für seinen von Raul Bobadilla abgefälschten Freistoß bei Keeper Marc-Andre ter Stegen und meinte danach frech: „Wenn einer bei ihm ein Tor schießen darf, bin ich das.“

Zwei bei Borussia Aussortierte rächten sich beim ersten Wiedersehen. Der 2008 beim VfL entlassene Luhukay: „Meine Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Minute pure Leidenschaft gezeigt und eine unglaubliche Geschlossenheit demonstriert. Mit den Fans im Rücken sind wir über uns hinausgewachsen. Das macht mich stolz.“

Besonders stolz war der Holländer auf drei seiner Einkäufe aus dem Westen. „Sascha Mölders hat die ganze Nacht nicht geschlafen und gebrochen. Aber der Junge aus dem Ruhrpott arbeitet bis zum Umfallen.“ Und holte den Freistoß gegen Dante zum zweiten Heimsieg heraus. Der Ex-Düsseldorfer Torsten Oehrl verzichtete auf die Ausführung: „Wir haben diskutiert. Jan wollte unbedingt schießen. Ich habe dann versucht die Mauer wegzublocken. Das hat funktioniert.“

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Der vor einem Jahr aus Gladbach verjagte Callsen-Bracker: „Auf dem nassen Boden ist mit Vollspann drauf die gefährlichste Waffe. Ich bin dann auf meine längste Ehrenrunde seit dem Aufstieg.“ Und zum Trikot-Tausch mit seinem Freund Roman Neustädter („das war unsere schlechteste Saisonleistung“) in die Borussia-Kabine.

Gladbachs Trainer Lucien Favre: „Gratulation an meinen Kollegen. Augsburg hat verdient gewonnen. Sie waren besser, sind mehr gelaufen und haben viel mehr investiert. Wir waren immer einen Schritt zu spät. Haben nach der Ballannahme statt mit einem, mit zwei oder drei Kontakten gespielt – viel zu langsam.“

Ohne die verletzte Rakete Reus zünden die Fohlen auswärts nicht. Vertreter Bobadilla verballerte vorne hektisch die wenigen Möglichkeiten. Der am Hinterkopf getackerte Abwehrchef Martin Stranzl: „Augsburg hat das clever gemacht und mit schnellen, taktischen Fouls unser Spiel unterbunden. Wir haben aber auch zu viele Fehler gemacht.“

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