„O du fröhliche…“ – den Höhenflug-Fohlen winkt das schönste Weihnachtsfest seit 17 Jahren: Tabellendritter, fett im Rennen um die Herbstmeisterschaft. Als Jahresabschluss-Edelpraline ist noch der Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale plus garantierte Millionen-Einnahme drin.
Drei Duelle auf dem Weg zum goldenen Dezember – die Hürden heißen Augsburg, Mainz und Schalke. Mike Hankes Wünsche: „Keine Frage, wir werden alles dafür tun, um diese drei Spiele zu gewinnen.“
Hanke gibt dabei nicht nur den „Neueinhalber“, der als Rammbock und Anspielstation den Offensiv-Raketen Reus und Herrmann für ihre atemberaubenden Läufe den Rücken frei hält. Mike knipst neuerdings auch wieder so eiskalt wie zu den Zeiten, als er 2006 zum DFB-WM-Kader gehörte und das Sommermärchen mitschrieb. Ob jüngst bei der Derby-Gala in Köln (2) oder im Borussia-Gipfel (1) – „Hanker“ hat seinen Killer-Instinkt zurück. Mike: „Ich habe das abgerufen, was mich früher sehr, sehr stark gemacht hat. Diese wenigen Chancen, die ich brauche, um ein Tor zu machen.“
Da nickt sogar der harte Hans anerkennend. Borussen-Präsidiums-Mitglied Hans Meyer: „Ich finde erstaunlich, dass er mit seinen 28 Jahren auf einmal eine Rolle spielt, die ihm vorher offenbar kein Trainer zugetraut hat. Die er sich selber aber wohl auch nicht zugetraut hat. Lucien Favre hat erkannt, wie der Junge für die Mannschaft wertvoll sein kann.“
Worte, die bei Mike runtergehen wie Öl. „Wir spielen bis jetzt eine riesige Hinrunde, wir überdrehen aber nicht. Wenn wir so weiter machen, ist noch einiges möglich.“ Vielleicht sogar die Qualifikation für Europa? Hans Meyer sagt: „Ich halte das nicht unbedingt für unrealistisch, wir sollten davon aber nicht so viel reden.“
1995 wurden die Fohlen übrigens Fünfter und Pokalsieger...
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