Empfehlen | Drucken | Kontakt26.04.2011 - 09:06 Uhr

Gladbachs Mutmacher Mo: „Ich mache die entscheidenden Tore“

Von AXEL STRÖTKER, ACHIM MÜLLER und MANUEL DIAZ
Mo Idrissou nimmt Neven Subotic den Ball ab und verwandelt zum Gladbacher 1:0 gegen Dortmund.
Mo Idrissou nimmt Neven Subotic den Ball ab und verwandelt zum Gladbacher 1:0 gegen Dortmund.
Foto: dapd
Mönchengladbach –  

Cooles Shirt, Designer-Flip-Flops, Sonnenbrille: Mo Idrissou verabschiedete sich nach der geilen Fußball-Party gegen Fast-Meister Dortmund ultra-lässig und mega-gut gelaunt in den Oster-Kurzurlaub.

Wenn du als Stürmer getroffen hast, dann geht es dir immer gut“, grinste der 31-Jährige. Die Fohlen sind endlich die Rote Laterne los und schielen auf Relegationsplatz 16. Weil Idrissou seine 64-Tage-Tor-Flaute beendet!

Irre: Nach Schalke (2:1) knipste Matchwinner Mo mit dem BVB (1:0) den zweiten Ruhrpott-Klub im Borussia-Park weg. Löwenstark, wie der Revier-Schreck den sonst so souveränen Neven Subotic abkochte und am verdutzten Keeper Roman Weidenfeller vorbei einlochte.

Mutmacher Mo meint: „Spielentscheidend ist es, Zweikämpfe zu gewinnen. Ich denke jeder weiß, wie ich im Zweikampf bin, wenn man den Ligavergleich sieht. Mit diesem Dreier machen wir einen weiteren Schritt.“ Seinen irren Hand-am-Ohr-Jubel vor der „gelben Wand“ in der Südkurve erklärt Idrissou so: „Dortmund soll ja mit über 20.000 Fans dagewesen sein. Die Geste bedeutete: Hier sind wir zu Hause mit mehr Fans im Rücken.“

Abgehakt sind damit auch sein Derby-Fehlschuss gegen Köln aus zwei Metern am leeren Tor vorbei und die Sprüche der Kollegen. „In den ganzen zwei Wochen meinten die Jungs: Mo, das musst du uns irgendwann erklären, dass Du den nicht rein gemacht hast.“

Idrissous frecher Kabinen-Konter: „Ich habe denen gesagt: Beim Stand vom 5:1 kann jeder ein Tor machen. Es reicht, wenn ich die entscheidenden Dinger mache. Ich bin erleichtert, dass es nicht lange gedauert hat und schon gegen Dortmund gelungen ist.“

Bei Absturz-Coach Frontzeck war Idrissou schon aussortiert, unter Favre läuft es plötzlich wieder. Und was macht Mo, wenn Gladbach das Wunder Klassenerhalt nicht schaffen sollte? „Ich habe Vertrag. Ich fühle mich wohl und meine Aufgabe ist es, egal ob 1. oder 2. Liga, für den Verein zu kämpfen.“

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