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Die Tradition der Mercedes-Benz S-Klasse: Inbegriff des Automobils


Foto: Mercedes-Benz

Die Tradition der Mercedes-Benz S-Klasse

  • Überragend in der Summe aller Qualitäten
  • Weltweit das meistverkaufte Fahrzeug der Luxusklasse
  • Einzigartige Tradition seit den Anfängen der Marke

Schon lange vor der offiziellen Bezeichnung S-Klasse bilden Fahrzeuge der Ober- und Luxusklasse den Schwerpunkt des Lieferprogramms der Stuttgarter Marke, die seit jeher in besonderem Maße für Luxus, Komfort und Sicherheit steht.

Diese Traditionslinie folgt der Philosophie eines Automobils, das stets auch der Spiegel seiner Zeit ist. Denn Mercedes-Benz hat mit jeder Generation seiner Spitzenautomobile stets überzeugende Antworten auf die Wünsche und Anforderungen der jeweiligen Epoche gegeben. Eine S-Klasse und ihre Vorgängerbaureihen, so lässt sich die Bedeutung der Baureihenhistorie bis zum heutigen Tag zusammenfassen, ist stets der Inbegriff des Automobils.

Überragend in der Summe aller Qualitäten

Das Topmodell von Mercedes-Benz gilt dank innovativer Technik, höchstem Komfort und wegweisender Sicherheitssysteme in jeder Generation als Vorreiter für die Automobilentwicklung – und das branchenweit, denn viele Technikmerkmale, die Mercedes-Benz in der S-Klasse erstmals in einem Serienautomobil anbot, wurden in der Folge auch von anderen Automobilherstellern aufgegriffen.

Diese Vorreiterrolle ist die Konstante in der Geschichte, aber auch in der Gegenwart von Mercedes-Benz. Es gibt wohl kein Fahrzeug, mit dem Mercedes-Benz stärker identifiziert wird als mit der S-Klasse. Durch die Summe ihrer Eigenschaften ist sie der Orientierungspunkt für die gesamte Marke Mercedes-Benz und gilt auch branchenweit als Primus.

Die S-Klasse verkörpert das Bild der Luxusklassefahrzeuge von Mercedes-Benz: Sie ist die automobil gewordene Essenz eines Lebensstils, der von höchsten Ansprüchen an Mobilität und Individualität geprägt ist, der für Erfolg steht und für guten Geschmack. Nicht von ungefähr wird die S-Klasse immer wieder als das beste Automobil der Welt wahrgenommen.

Weltweit das meistverkaufte Fahrzeug der Luxusklasse

Allein seit 1951, als die Produktion von Oberklasse-Limousinen zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs wieder aufgenommen wurde, hat Mercedes-Benz weltweit mehr als 3,5 Millionen Limousinen der Luxusklasse verkauft. Die S-Klasse und ihre Vorgänger sind damit die erfolgreichste Modellreihe in diesem Segment. Die aktuelle Baureihe 221 schreibt diese Erfolgsgeschichte fort und ist seit ihrer Markteinführung im Herbst 2005 bereits über 500.000-mal verkauft worden.

Einzigartige Tradition seit den Anfängen der Marke

Die Mercedes-Benz S-Klasse hat eine einzigartige Tradition. Fahrzeuge der Luxusklasse bilden seit den Ursprüngen der Marke Mercedes zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Schwerpunkt der Modellpalette. Das Segment der Oberklasse und Luxusklasse hat Mercedes-Benz von Beginn an dominiert und die Automobilentwicklung jeder einzelnen Epoche damit wie kaum eine andere Marke geprägt.

Vom W 187 zum „Ponton-Mercedes“ (1951 bis 1959)

In der Nachkriegszeit beginnt die direkte Ahnenreihe der S-Klasse mit dem Typ 220 (W 187), mit dem Mercedes-Benz 1951 – sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und nachdem die erste Phase des Wiederaufbaus abgeschlossen ist – das Segment der Oberklasse wieder besetzt. 1954 folgt ein grundlegend neues Modell mit der gleichen Typenbezeichnung. Dieser neue Typ 220, intern auch 220 a (W 180) genannt, ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne und geräumige Ponton-Karosserie bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort. Mit dem überarbeiteten, leistungsstärkeren Typ 220 S hält 1956 der Buchstabe „S“ dauerhaft Einzug in die Nomenklatur der Mercedes-Benz Oberklasse und unterstreicht den Sonderklasse-Status des Ponton-Sechszylinders. 1958 debütiert der 220 SE (W 128) und damit eine weitere, dank Benzineinspritzung noch leistungsstärkere Variante des Oberklassemodells. Wie bei der ein Jahr zuvor eingeführten Repräsentationslimousine vom Typ 300 d (W 189) ist die leistungs- und effizienzsteigernde Technologie als Saugrohreinspritzung ausgeführt.

Von der „Heckflosse“ zur Hochleistungslimousine (1959 bis 1972)

Die 1959 eingeführten „Heckflossen“-Modelle 220, 220 S und 220 SE (W 111) haben ihren Beinamen nach den dezenten Heckflossen, welche die hinteren Kotflügel zieren und die wegen ihrer Funktion als Einparkhilfe offiziell „Peilstege“ genannt werden. Die neue Oberklasse-Generation ist ein ganz besonderer Meilenstein der Automobilgeschichte, weil hier die von Béla Barényi erdachte Sicherheitskarosserie mit Knautschzonen erstmals von einem Serienautomobil umgesetzt wird. Das 1961 präsentierte Topmodell der Modellreihe, der 300 SE (W 112), ist serienmäßig mit Luftfederung und dem neu entwickelten Automatikgetriebe von Mercedes-Benz ausgerüstet und begründet 1963 in der längeren Ausführung eine Tradition in den Oberklasse-Limousinen von Mercedes-Benz: Der 10 Zentimeter längere Radstand ermöglicht den Fondpassagieren ein deutliches Plus an Beinfreiheit und Reisekomfort. Die Limousinen der Baureihe 108 und 109, die die sogenannte „Heckflosse“ 1965 ablösen, zeichnen sich durch ein zeitlos-elegantes Design und großzügig dimensionierte Fensterflächen aus. Neben den Modellen mit konventioneller Stahlfederung – intern der Baureihe 108 zugeordnet – gibt es luftgefederte Varianten der Baureihe 109, die von Beginn an auch mit 10 Zentimeter längerem Radstand angeboten werden. Ein besonderes Highlight ist der 1968 präsentierte 300 SEL 6.3. Das neue Topmodell der Baureihe verfügt über den leistungsstarken V8-Motor der Highend-Limousine Mercedes-Benz 600 und bietet neben höchstem Komfort und luxuriöser Ausstattung Fahrleistungen auf Sportwagenniveau.

Baureihe 116 (1972 bis 1980)

Die 1972 präsentierte Nachfolge-Baureihe 116 bringt nun auch im Namen zum Ausdruck, was bei Mercedes-Benz seit Jahrzehnten Programm ist: Die Oberklasse-Limousinen mit dem „S“ in der Typenbezeichnung werden nun offiziell unter dem Begriff „S-Klasse“ geführt. Die neue Bezeichnung geht einher mit einem ganzen Bündel an Innovationen, die hinsichtlich Sicherheit und Komfort neue Maßstäbe setzen. Das umfassende Sicherheitskonzept umfasst zum Beispiel einen kollisionsgeschützten Tank, ein Vierspeichen-Sicherheitslenkrad, verschmutzungsarme Seitenscheiben, großflächige Scheinwerfer, auffällige Blinkleuchten und Schmutz abweisende gerippte Heckleuchten. 1977 beginnt mit dem 300 SD das Dieselzeitalter in der Luxusklasse, zunächst jedoch nur auf den nordamerikanischen Märkten. Der Luxus-Diesel ist zugleich der erste Serien-Pkw mit Turbodieselmotor. Ab 1978 ist die S-Klasse als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Anti-Blockier-System (ABS) erhältlich, das die Lenkfähigkeit auch bei einer Vollbremsung sicherstellt. Damals eine Weltsensation, zählt diese richtungweisende Innovation heute zum automobilen Standard aller Fahrzeugklassen. Die S-Klasse unterstreicht ihren Status als Maßstab des Automobilbaus und macht ihre Modellbezeichnung zum Gattungsbegriff für Fahrzeuge der Spitzenklasse.

Baureihe 126 (1979 bis 1991)

Der Technologietransfer aus der S-Klasse in die anderen Mercedes-Benz Modellreihen und über die Fahrzeuge des Wettbewerbs bis hin zum allgemeinen Stand der Technik setzt sich auch in der Folgezeit konsequent fort und macht die S-Klasse zu einem wahren Trendsetter. In der 1979 vorgestellten Baureihe 126 hält der Airbag, heute ein zentrales Element der Automobilsicherheit, 1981 Einzug in den Automobilbau. Weitere Merkmale dieser S-Klasse Generation sind die aerodynamisch optimierte Form und die konsequente Gewichtsreduzierung, unter anderem durch neue Leichtmetall-V8-Motoren. Akzente setzt die Baureihe 126 auch im Design: Als erster Mercedes-Benz Personenwagen verzichtet sie auf die traditionellen Chrom-Stoßstangen und verfügt stattdessen über verformbare Kunststoff-Stoßfänger, die auch einen Parkrempler unbeschadet überstehen. Bei ihrem Erscheinen zunächst von manchem Betrachter als nüchtern und schmucklos empfunden, gilt das Design der Baureihe 126 schon bald als zeitlos-elegant.

Baureihe 140 (1991 bis 1998)

Die S-Klasse der Baureihe 140 ist 1991 der neue Mercedes-Benz der Superlative. Seine Entwickler setzen auf maximalen Komfort – unter anderem durch großzügige Abmessungen und Doppelverglasung für eine optimierte akustische Dämmung. Mit den Topmodellen 600 SE und 600 SEL bietet zum ersten Mal ein Mercedes-Benz Serien-Pkw einen V12-Motor. Den Start des Leistungsspektrums markiert der 300 SD Turbodiesel, der den Luxusklasse-Diesel nun auch auf Märkten außerhalb Nordamerikas verfügbar macht. Auch diese Generation der S-Klasse führt eine bahnbrechende Sicherheits-Innovation in den Automobilbau ein: das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP®, das seit 1995 in den V12-Versionen zum Serienumfang gehört und für die V8-Modelle optional erhältlich ist. Im Folgejahr kommt auch noch der Brems-Assistent BAS hinzu.

Baureihe 220 (1998 bis 2005)

Als es 1998 zum Modellwechsel kommt, setzt die neue S-Klasse der Baureihe 220 äußerlich eher auf Understatement. Gewichtseinsparung bei weiterer Steigerung von Sicherheit und Komfort gehörte zu den wichtigsten Entwicklungszielen. Trotz Verzicht auf die gewichtsintensive Doppelverglasung bietet die neue Modellgeneration einen nochmals gesteigerten Komfort, unter anderem durch die neue elektronisch geregelte Luftfederung AIRMATIC, das Bedien- und Anzeigesystem COMAND und den innovativen Abstandsregeltempomaten DISTRONIC. Das aktive Fahrwerk Active Body Control ABC, das ab 1999 erhältlich ist, reduziert die Wankneigung der Karosserie und ermöglicht damit ein bislang unerreichtes Maß an Fahrkultur. Die Innenraumgestaltung, die erstmals in enger Abstimmung mit dem Exterieur-Design entwickelt wurde, sorgt in der S-Klasse für ein hochklassiges Ambiente. Sportlich ambitionierte Kunden spricht der S 55 AMG an, mit dem zum ersten Mal ein AMG-Modell offiziell Einzug in die Preisliste der S-Klasse hält. Auch das reguläre Topmodell ohne AMG-Sportabzeichen, der S 600, erhält im Herbst 2002 einen Leistungsschub, mit dem zum ersten Mal die magische Leistungsgrenze von 368 kW (500 PS) erreicht wird. Zur gleichen Zeit startet in der Baureihe 220 eine weitere bahnbrechende Innovation: das vorbeugende Insassenschutzsystem PRE-SAFE. Mittels dieses Systems leitet das Fahrzeug selbsttätig Maßnahmen ein, um die Passagiere bei einem drohenden Zusammenstoß bestmöglich zu schützen. Im Rahmen der Modellpflege wird die S-Klasse darüber hinaus auch zum ersten Mal mit dem intelligenten Allradantrieb 4MATIC angeboten.

Baureihe 221 (2005 bis 2013)

Die 2005 präsentierte Modellgeneration 221 verbindet ein expressives Äußeres mit einem wertigen und luxuriösen Interieur. Das weiterentwickelte COMAND-System verfügt über einen Controller auf dem Mitteltunnel, der für eine schnelle und intuitive Bedienbarkeit der zunehmend komplexen Funktionen und Menüs sorgt. Zu den richtungweisenden technischen Innovationen gehören der aktive Nachtsicht-Assistent sowie das weiterentwickelte Abstandsregelsystem DISTRONIC PLUS und der Brems-Assistent Plus, die 2006 zur PRE-SAFE-Bremse mit autonomer Teilbremsung erweitert werden. Weitere Assistenzsysteme wie der Totwinkel-Assistent, der Spurhalte-Assistent und der Geschwindigkeitslimit-Assistent entlasten den Fahrer zusätzlich und bringen die Mercedes-Benz S-Klasse der Vision vom sicheren, unfallfreien Fahren einen weiteren Schritt näher. Dabei setzt diese Generation der S-Klasse erneut Maßstäbe für die Konditionssicherheit, wie vergleichende Messungen der Herzfrequenzen verschiedener Fahrer belegen. Auch in diesem Punkt unterstreicht die S-Klasse, dass ihre sehr gute Basis über 40 Jahre hinweg immer weiter verbessert worden ist.

2009 erscheint die aufgewertete Generation der Baureihe 221. Und mit dem S 400 HYBRID präsentiert die Stuttgarter Marke das erste Fahrzeug der Luxusklasse mit Hybridantrieb und den ersten Serien-Pkw mit Lithium-Ionen-Batterie. Ein Musterbeispiel für Effizienz sind auch die 2010 eingeführten Versionen S 350 BlueTEC – ein besonders sauberer Diesel – sowie S 350 und S 500 BlueEFFICIENCY mit ebenso sparsamen wie leistungsstarken Benzinern mit Direkteinspritzung. Schließlich bringt Mercedes-Benz mit dem S 250 CDI Anfang 2011 zum ersten Mal einen hocheffizienten Vierzylindermotor in die S-Klasse. Sein Diesel-Triebwerk ermöglicht Verbrauchswerte auf dem Niveau eines Kleinwagens, die bislang für ein Fahrzeug der Luxusklasse als unerreichbar galten – bei gleichzeitig angemessenen Fahrleistungen und Antriebskomfort.

Die Wurzeln der S-Klasse

Die einzigartige Tradition der Mercedes-Benz S-Klasse beginnt nicht erst mit dem Typ 220 (W 187) im Jahr 1951, sondern reicht in ihren Wurzeln sehr viel weiter zurück – bis auf die Ursprünge der Marke Mercedes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein frühes, sehr prägnantes Beispiel ist der Mercedes-Simplex 60 PS, im Jahr 1903 vorgestellt. Das damalige Topmodell der Marke ist in der Sammlung von Mercedes-Benz Classic als besonders spektakuläres Exponat vorhanden: Als elegante und luxuriöse Reiselimousine des Baujahrs 1904 aus dem Privateigentum von Emil Jellinek, der die Frühzeit der Marke Mercedes nicht nur als Namensgeber geprägt und entscheidend beeinflusst hat.

In den Folgejahren umfasst das Verkaufsprogramm der Marken Mercedes und Benz stets mehrere Modelle der Oberklasse und Luxusklasse. Auch wenn offene Tourenwagen die bei Weitem häufigste Karosserieform dieser Zeit bilden, werden gerade die leistungsstärkeren Modelle auch als luxuriöse Limousinen angeboten, die höchsten Reisekomfort gewährleisten.

Mitte der 1920er-Jahre wandelt sich das Bild. Im Zeichen zunehmender Motorisierung und steigenden Verkehrs, dem die Entwicklung des Straßennetzes nicht im gleichen Tempo folgen kann, werden sichere Fahreigenschaften, ein komfortables Interieur sowie bestmöglicher Schutz vor Wind, Regen und Staub immer wichtiger. Limousinen und Pullman-Limousinen setzen sich allmählich gegenüber den offenen Tourenwagen durch. Wichtige Modelle der Oberklasse und Luxusklasse dieser Epoche sind die Sechszylinder-Kompressorwagen 15/70/100 PS und 24/100/140 PS, die Ende 1924 als Mercedes erscheinen. 1926 entsteht durch Fusion der beiden von Carl Benz und Gottlieb Daimler gegründeten und bis dahin eigenständigen Unternehmen die Daimler-Benz AG, deren Modellpalette 1928 der Typ Nürburg 460 (W 08) als erster Mercedes-Benz Serienwagen mit Achtzylindermotor ergänzt. Er bleibt – bei kontinuierlicher Weiterentwicklung – bis 1939 im Verkaufsprogramm, zuletzt als Typ 500. Das Einstiegssegment in die Mercedes-Benz Oberklasse bildet ab 1926 der Sechszylindertyp 12/55 PS, der bis zum 1931 eingeführten Mercedes-Benz Mannheim 370 (W 10) weiterentwickelt wird. 1933 folgt als grundlegende Neukonstruktion der Mercedes-Benz 290 (W 18), den 1937 der Typ 320 (W 142) ablöst.

Limousinen der Spitzenklasse

Neben Fahrzeugen der Ober- und Luxusklasse bietet Mercedes-Benz von jeher auch Automobile an, die noch einen deutlichen Schritt weitergehen. Sie genügen nicht nur den höchsten Ansprüchen an Sicherheit, Komfort und Stil – durch ihren Status als absolutes Topmodell, ihr ausgesucht luxuriöses Ambiente und ihr besonders opulentes Raumangebot sind sie vor allem auf Persönlichkeiten zugeschnitten, die das Bedürfnis oder die Verpflichtung zum Repräsentieren auch bei der Wahl ihres Fahrzeugs berücksichtigen. In diese Kategorie gehört der 1930 vorgestellte Mercedes-Benz „Großer Mercedes“, auch bekannt als Typ 770. Angetrieben von einem großvolumigen Achtzylindermotor mit Kompressoraufladung dient das Topmodell der Mercedes-Benz Modellpalette vor allem gekrönten und ungekrönten Staatsoberhäuptern sowie hochstehenden Persönlichkeiten in Industrie und Finanzwelt als automobiles Statement.

Der „Adenauer-Mercedes“ (1951 bis 1962)

Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzt Mercedes-Benz das Segment der automobilen Spitzenklasse erneut. Der Typ 300 (W 186) debütiert 1951 zusammen mit dem Typ 220 auf der ersten Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Bei seinem Erscheinen ist das neue Topmodell von Mercedes-Benz mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h das schnellste deutsche Serienfahrzeug. Zugleich ist der „Dreihunderter“ das erste Repräsentationsfahrzeug der deutschen Nachkriegsproduktion und steht damit wie kaum ein anderes Modell für die Rückkehr Deutschlands auf die internationale Bühne. Bundeskanzler Konrad Adenauer erhält noch im Dezember 1951 eines der ersten Exemplare als Dienstwagen und lässt sich fortan nur noch im Typ 300 chauffieren. Folgerichtig wird das Topmodell im Volksmund „Adenauer-Mercedes“ genannt. 1957 wird der Typ 300 grundlegend überarbeitet und erhält die interne Bezeichnung 300 d (W 189). Das „d“ steht dabei für die vierte Ausführung (nach 300, 300 b und 300 c). Für eine höhere Motorleistung sorgt die Benzineinspritzung, die erstmals nicht mehr als Direkteinspritzung, sondern als Saugrohreinspritzung ausgeführt ist. Der längere Radstand und die geräumigere Karosserie erhöhen den Komfort ebenso wie die auf Wunsch erhältliche Servolenkung oder die Klimaanlage – beide Features sind seinerzeit alles andere als selbstverständlich. Die Klimaanlage, damals noch als „Kühlanlage“ bezeichnet, schlägt mit einem Aufpreis von 3.500 DM zu Buche – ein kompletter VW „Käfer“ kostet Ende der 1950er-Jahre kaum mehr.

Der legendäre Typ 600 (1963 bis 1981)

Eineinhalb Jahre, nachdem der letzte „Dreihunderter“ im März 1963 die Werkshallen in Sindelfingen verlässt, debütiert auf der IAA in Frankfurt ein neues Topmodell von Mercedes-Benz. Der Typ 600 (W 100) ist ein Fahrzeug der Superlative: Sein 6,3-Liter-V8-Motor ermöglicht äußerst respektable Fahrleistungen und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h. Für größtmöglichen Fahrkomfort sorgen die Luftfederung, ein Automatikgetriebe aus eigener Fertigung sowie eine Servolenkung. Eine einzigartige Komfort-Hydraulik ermöglicht die Verstellung der Vordersitze und der Rücksitzbank, das Öffnen und Schließen der Autotüren, der Kofferraumklappe und des auf Wunsch lieferbaren Schiebedachs sowie das Öffnen und Schließen der Seitenfenster. Die fünf- bis sechssitzige Ausführung mit dem regulären Radstand von 3.200 Millimetern wird im Wesentlichen von sehr anspruchsvollen privaten Kunden bestellt. Daneben bietet Mercedes-Benz auch eine sieben- bis achtsitzige Version mit einem 70 Zentimeter längeren Radstand an, die vor allem als Staats- und Repräsentationslimousine zum Einsatz kommt. Im Juni 1981 wird das letzte von insgesamt 2.677 Exemplaren der legendären Luxuslimousine im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen gefertigt und ausgeliefert. Es fährt direkt nach Untertürkheim, wo es in der Fahrzeugsammlung des Unternehmens einen Ehrenplatz erhält.

Gegenwart und Zukunft

Gut 20 Jahre später wird das Segment der Highend-Luxuslimousinen wieder besetzt: von den Modellen Maybach 57 und Maybach 62, die von 2002 bis 2012 in exklusiven Stückzahlen nach den individuellen Wünschen ihrer anspruchsvollen Besteller in der Manufaktur des Werks Sindelfingen aufgebaut werden. Ab 2013 wird Mercedes-Benz seine über viele Generationen entwickelte Kontinuität in der Luxusklasse und Spitzenklasse mit der neuen S-Klasse (Baureihe 222) in die Zukunft führen.

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