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Ernsthafte Studie: So schwappt Kaffee nicht mehr über

Eine heiße Tasse Kaffee gehört zum Tagesablauf einfach dazu.
Eine heiße Tasse Kaffee gehört zum Tagesablauf einfach dazu.
 Foto: dpa
Santa Barbara –  

Drehmoment und Beschleunigung. Oberflächenspannung und die Größe des Behälters. Klar, bei diesem physikalischen Experiment kann es nur um das eine gehen: Kaffee und wie wir ihn möglichst unfallfrei von einem Punkt zum anderen transportieren.

Der menschliche Kaffeeträger als Physik-Experiment. Der Wissenschaftler Rouslan Krechetnikov und seinen Studenten Hans Mayer nahmen sich nun dem weitverbreiteten Phänomen des Verschüttens von Kaffee in einer Studie an. Sie ließen Männer und Frauen verschiedener Altersgruppen Tassen mit Kaffee transportieren. Und siehe da: kaum wird das mal systematisch untersucht, lässt es sich auch erklären.

Wenn sie es noch nicht wussten: Sie verschütten Kaffee, weil Sie unaufmerksam oder zu schnell unterwegs sind.

Wissenschaftlich ausgedrückt: Sie könnten zu alt oder zu jung sein. Ihre Fähigkeit zu vorausschauendem Denken und Ihre Reflexe funktionieren mal besser, mal weniger gut.

Sie haben sich für den falschen Kaffeebecher entschieden, oder die Tasse einfach zu voll gemacht. Sie sind zu schnell unterwegs.

Natürlich haben die Forscher der University of Santa Barbara knallhart geforscht, wie Sie die Gefahr des Überschwappens minimieren.

Hier die ernst gemeinten wissenschaftlich belegten Tipps!

• langsamer Gehen

• Becher nicht bis zum Rand füllen (unter dem Rand sollte ein Stück frei bleiben. Die freie Fläche sollte einem Achtel des Durchmessers des Bechers entsprechen)

• auf den Weg achten ( Stolperfallen, Kinder, Haustiere, oder im schlimmsten Fall Kollegen, die ebenfalls eine Tasse Kaffee balancieren könnten fatale Auswirkungen auf das eigene Gleichgewicht haben)

Die Wissenschaftler haben natürlich noch einen weiteren Kracher-Tipp auf Lager. Wer mit Kaffee unterwegs ist, sollte auf einen Becher mit Deckel zurückgreifen (Kaffee to go).

Übrigens: Wenn Sie glauben, diese Studie ist nonsens, irren Sie. Das Kaffee-Experiment ist Kandidat für den IG-Nobelpreis. Eine Auszeichnung, die die Havard Universität Cambridge (USA) für unnütze oder skurrile wissenschaftliche Leistungen vergibt. Voraussetzung: Die Studie sollte zunächst zum Schmunzeln verleiten, doch dann zum nachdenken anregen.

Das können Sie ja jetzt bei einer Tasse Kaffee tun...

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